22.04.2015
Tarifabschluss für SZI

Die Kleinbranche der Schreib- und Zeichengeräteindustrie (SZI) hat in Bayern rund 4.400 Beschäftigte in nur vier tarifgebundenen Unternehmen. Für sie gelang in der diesjährigen Tarifrunde zu Wochenbeginn gleich in der ersten Verhandlung der Durchbruch.

SZI-Beschäftigte zeigen Flagge vor dem Verhandlungslokal in Nürnberg.

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Ähnliche Beschäftigtenzahlen wie die gesamte SZI-Branche haben manche großen Unternehmen in einem einzigen Betrieb. Was zählt sind jedoch die hinter der Zahl stehenden Menschen - und die haben dasselbe Recht auf eine ordentliche Tarifrunde mit einem entsprechenden Ergebnis, wie ihre fast 800.000 KollegInnen in der Metall- und Elektroindustrie.

In diesem Sinne hatte die Tarifkommission Anfang März nach intensiver Diskussion in den Betrieben und Gremien die Forderung beschlossen: 5,5 Prozent mehr Entgelt und eine verbindliche Verhandlungsverpflichtung der Unternehmen, um gemeinsam Wege zur Bewältigung des demografischen Wandels zu erarbeiten.

Erst 3,1, dann 2,2

Das Ergebnis wurde am 20. April in Nürnberg erreicht, wobei rund 80 vor dem Verhandlungslokal demonstrierende Beschäftigte noch einmal den Rückhalt für Forderung und Verhandlungskommission in den Betrieben bewiesen. Ab Juni 2015 werden die Einkommen demnach um 3,1 Prozent erhöht, im Mai gelten die aktuellen Tabellen weiter. Ab Mai 2016 folgt eine weitere Erhöhung um dann nochmals 2,2 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. April 2017. Auch die angestrebten Verhandlungen zur Demografie wurden vereinbart, in den kommenden 15 Monaten ist über einen Tarifvertrag zur Gestaltung des demografischen Wandels in der SZI zu verhandeln.

zum Download:
SZI-2015-2.pdf

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