03.02.2019
Warnstreiks in Textil- und Bekleidungsindustrie in Bayern gehen weiter

PM 4 / Beschäftigte in Oberfranken und im Raum Ingolstadt legen zeitweise Arbeit nieder – IG Metall-Bezirksleiter Horn: "Die Arbeitgeber werden sich bewegen müssen, um die Erwartungen der Beschäftigten zu erfüllen."

Bereits am Freitag streikten die Beschäftigten von Mann + Hummel in Himmelkron

Die Beschäftigten der bayerischen Textil- und Bekleidungsbetriebe erhöhen mit weiteren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber. An diesem Montag legen die Beschäftigten der Früh- und Spätschichten bei Mann + Hummel im oberfränkischen Himmelkron, Faurecia in Neuburg und Ideal in Ingolstadt vorübergehend ihre Arbeit nieder. Alle drei Betriebe sind Zulieferer der Autoindustrie.

Bei Mann + Hummel findet um 13.30 Uhr vor dem Werkstor eine Kundgebung statt. Bei Faurecia findet um 10.30 Uhr eine Kundgebung statt.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Nach zwei Verhandlungen ohne ein akzeptables Arbeitgeber-Angebot kommen jetzt bis zur dritten Verhandlung die Beschäftigten zu Wort. Die Arbeitgeber werden sich bewegen müssen, um die Erwartungen der Beschäftigten zu erfüllen."

Die dritte Tarifverhandlung für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie findet am 12. Februar in Bielefeld statt. Die IG Metall fordert für die rund 100.000 Beschäftigten – davon rund 20.000 in Bayern – 5,5 Prozent mehr Entgelt, bessere Konditionen bei der Altersteilzeit und mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bisher nur geringe Lohnerhöhungen angeboten, die nicht einmal die Inflation ausgleichen würden.

Carsten Kuttnik, Tarifsekretär der IG Metall Bayern für die Textil- und Bekleidungsindustrie, sagt: "Die Beschäftigten lassen sich nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abkoppeln. Der Branche geht es gut, davon müssen auch die Beschäftigten profitieren."

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gedruckt am 24.06.2019 / IG Metall Bayern online