06.12.2018
IG Metall stimmt Textilbeschäftigte in Bayern auf Tarifrunde ein

PM 64 / Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Geld, bessere Altersteilzeit und Gespräche über Wahloption Arbeitszeit

Mann + Hummel in Himmelkron

Ideal Automotive in Ingolstadt

Faurecia Sitze in Neuburg

Mit Verteil- und Informationsaktionen hat die IG Metall am heutigen Donnerstag in Bayern die Beschäftigten der Textil- und Bekleidungsindustrie auf den Start der Tarifrunde eingestimmt. Bei Faurecia in Neuburg, Ideal in Ingolstadt, Mann + Hummel in Himmelkron und in vielen weiteren bayerischen Textilbetrieben hat die IG Metall die insgesamt rund 20.000 Beschäftigten über die Forderungen zur Tarifrunde informiert.

Heute sind die Tarifparteien der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie zur ersten Tarifverhandlung in Darmstadt zusammengekommen. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld und bessere Konditionen bei der Altersteilzeit. Zudem strebt die IG Metall Gespräche mit den Arbeitgebern über eine Wahloption an, die den Beschäftigten ermöglicht, freiwillig Einkommenserhöhungen in freie Tage umzuwandeln.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall, sagt zum Tarifauftakt: "Die wirtschaftliche Lage der Branche ist gut, es gehören auch einige Automobilzulieferer dazu. Die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie lassen sich nicht von der tariflichen Entwicklung in anderen Branchen abkoppeln."

Beim geforderten Einkommensplus von 5,5 Prozent orientiert sich die IG Metall an der gesamtwirtschaftlichen Preissteigerungsrate von zwei Prozent für 2018 und 2019 sowie am durchschnittlichen Produktivitätsfortschritt von etwa zwei Prozent. Hinzu kommt eine Umverteilungskomponente, um die Beschäftigten an der wirtschaftlichen Entwicklung zu beteiligen.

Die bestehenden Entgelttarifverträge laufen Ende Januar 2019 aus. In der Nacht zum 1. Februar 2019 endet die Friedenspflicht. Danach sind Warnstreiks möglich.

zum Download:
forderungsplakat_textil_bekleidung_ansicht.pdf
2018_03_tarifinfo_Textil-Bekleidung.pdf
« Nachrichtenübersicht
gedruckt am 11.12.2018 / IG Metall Bayern online