27.02.2018
IG Metall will Betriebsratswahlen nutzen, um neue Arbeitszeitansprüche zu etablieren

PM 44 / 27. Februar 2018: Wechsler: „Um unseren Tarifabschluss zu entfalten, brauchen wir selbstbewusste Beschäftigte und starke Betriebsräte.“ – IG Metall will starke Position in den Betrieben ausbauen

Die IG Metall Bayern will bei den bevorstehenden Betriebsratswahlen ihre starke Position ausbauen und die Betriebsratswahlen nutzen, die neuen tariflichen Arbeitszeitregelungen in der Metall- und Elektroindustrie in den Betrieben zu etablieren.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Um unseren Tarifabschluss zu entfalten, brauchen wir selbstbewusste Beschäftigte und starke Betriebsräte. Es geht jetzt darum, die neuen Ansprüche der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeit in den Betrieben zu verankern und zu gestalten. Die Betriebsräte der IG Metall sind dafür prädestiniert.“

Jeder Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie erhält ab 2019 den Anspruch, seine Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Wochenstunden zu verkürzen – mit Rückkehrrecht auf die bisherige Arbeitszeit. Eltern, Pflegende und Schichtarbeiter haben die Wahloption, statt eines neuen tariflichen Zusatzgeldes acht zusätzliche freie Tage zu bekommen. Zwei dieser Tage finanziert der Arbeitgeber.

Vom 1. März bis 31. Mai wählen die Beschäftigten in allen Betrieben für vier Jahre ihre Betriebsräte neu. Der IG Metall gehören in Bayern in der Metall- und Elektroindustrie, in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie, in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie in mehreren Handwerksbranchen wie dem Kfz-Handwerk zurzeit rund 8.500 Betriebsräte in rund 1.500 Betrieben an. Sie vertreten dort über 720.000 Beschäftigte.

Bei den kommenden Betriebsratswahlen will die IG Metall ihren Anteil an den Betriebsratsmandaten weiter ausbauen und zusätzliche Betriebsratsvorsitzende stellen. Weitere Ziele sind mehr junge und weibliche Mitglieder in den Gremien sowie eine Steigerung der Wahlbeteiligung. Sie lag 2014 bei 67,5 Prozent.

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