10.11.2016
Börsenpläne für Siemens Healthcare GmbH: IG Metall Bayern unterstreicht Ansprüche der Beschäftigten

(Pressedienst 47 / 10. November 2016: Jürgen Wechsler: „Vereinbarte Zusagen für Absicherung der Belegschaft sind ohne Abstriche einzuhalten“) Die Siemens AG hat im Rahmen der Vorlage ihrer Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 am 10. November angekündigt, die seit Mai 2015 als eigenständige Tochter geführte Gesundheitssparte an die Börse zu bringen.

Die IG Metall Bayern unterstreicht angesichts dieser Entwicklung die unveränderte Geltung sämtlicher Ansprüche der Beschäftigten, betont IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens Healthcare GmbH ist: „Siemens hat bei der Ausgliederung der Medizintechnik eine umfangreiche Absicherung der Beschäftigten zugesagt. Jetzt erwarten wir, dass diese Zusagen auch im Fall gesellschaftsrechtlicher Änderungen ohne Abstriche eingehalten werden.“

IG Metall und Betriebsräte hatten im Zuge der Ausgliederung unter anderem erreicht, dass die in der Siemens AG geltende Standort- und Beschäftigungssicherung auch die Beschäftigten der Healthcare GmbH vor Standortschließungen und betriebsbedingten Kündigungen schützt. Eine weitere verbindliche Vereinbarung in diesem Zusammenhang betrifft die Rolle der Siemens AG bei einer Änderung der Eigentumsverhältnisse, erklärt die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Dorothea Simon: „Siemens hat sich fest zur Bedeutung des Healthcare-Geschäfts als langfristigem Teil seines Kernportfolios bekannt. Einen schrittweisen Rückzug aus der Verantwortung, wie er in anderen ehemaligen Geschäftsbereichen geschehen ist, werden wir also nicht hinnehmen. Wir werden die Börsenpläne heute auf unserer Betriebsräteversammlung in Herzogenaurach ausführlich diskutieren.“

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