29.01.2015
Warnstreiks gestartet

Pünktlich mit Ende der Friedenspflicht um null Uhr begannen in der Nacht zum Donnerstag die ersten Warnstreiks. Von der Oberpfalz bis Unterfranken und Niederbayern bis Schwaben legten Nachtschichten mit bunten Aktionen die Arbeit nieder.

5,5%: dafür schweißt der BR-Vorsitzende persönlich.

Betriebsübergreifend zusammen: WIR für mehr!

Gut besucht: Warnstreik und Information bei BMW Dingolfing.

Flammen bei Schaeffler in Schweinfurt.

Wetter mau, Stimmung gut bei Mahle Behr in Neustadt.

Gehört zu jedem Streik im Winter: die Feuertonne.

Funkenflug in Augsburg

Den Auftakt machten Betriebe von Faurecia, Mahle Behr, Schaeffler, Linde, BMW und Premium Aerotec. An dessen Augsburger Standort versammelten sich in der Nacht über 400 Beschäftigte zum Warnstreik mit Null-Uhr Aktion.

Originelle Einfälle machten die Forderungen in auffälliger Weise sichtbar, die 5,5% beispielsweise schnitt der Betriebsratsvorsitzende Bernd Herbich im Funkenregen mit dem Schweißbrenner aus einer Stahlplatte. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, berichtete den TeilnehmerInnen persönlich von der am Nachmittag vorausgegangenen Tarifverhandlung und dem schwindsüchtigen Angebot der Arbeitgeber.

BMW-Karossen ohne Lack

Bei BMW in Dingolfing legten die Beschäftigten der Bereiche Umformen, Karosserie-Rohbau und Lack im Werk 2.4 sowie die Nachtschicht im Werk 2.1 für Antriebskomponenten um null Uhr die Arbeit nieder. Der erste Landshuter IG Metall-Bevollmächtigte Robert Grashei und die zweite Bevollmächtigte Birgit von Garrel informierten bei den Veranstaltungen die insgesamt rund 530 TeilnehmerInnen über das inakzeptable Angebot des vbm. Das Fazit der ersten Aktion in der Nachtschicht kann sich sehen lassen: Rund zwei Drittel der Beschäftigten folgten dem Streikaufruf, neben IG Metall-Mitgliedern solidarisierten sich auch unorganisierte Beschäftigte - ein guter Anfang.

Beteiligung trotzt dem Wetter

Gut 550 MetallerInnen folgten dem Aufruf zur Mitternachtsaktionen bei Schaeffler in Schweinfurt - angesichts des "grausamen Wetters" eine "sensationelle Beteiligung", erklärte der erste Bevollmächtigte Peter Kippes. Kälte, Wind und Regen trotzen auch rund 50 Beschäftigte bei Linde in Weilbach. Der erste Bevollmächtigte der Aschaffenbruger IG Metall, Percy Scheidler, war ebenfalls sehr zufrieden: "Die Produktion stand komplett still."

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