22.03.2021
Über 170.000 Beschäftigte in ersten drei Wochen im Warnstreik

PM 31 | Heute 1.500 bei AGCO Fendt im Ausstand – Morgen Schwerpunkte in Schwaben und Niederbayern – Horn: „Die Beschäftigten sind bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen – wenn es sein muss auch bis nach Ostern.“

171.250 Beschäftigte haben sich in Bayern an den ersten drei Warnstreikwochen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Allein am vergangenen Freitag waren es inklusive der Spät- und Nachtschichten bayernweit über 45.000. Freitagabend hatten die Spätschichten in den Dingolfinger BMW-Werken mit 4.000 Beschäftigten zwei Stunden früher die Arbeit beendet, bei BMW in Landshut waren es 700. An diesem bisher größten Warnstreiktag in Bayern hatten sich allein in Nürnberg 10.750 Beschäftigte in 34 Betrieben und in Schweinfurt 10.550 Beschäftigte in vier Betrieben beteiligt.

Auch in dieser Woche setzt die IG Metall in Bayern die Warnstreiks fort, um den Druck auf die Arbeitgeber aufrechtzuerhalten. Am größten Warnstreik am heutigen Montag haben sich beim Landmaschinenbauer AGCO Fendt in Marktoberdort bis zum Mittag bereits 1.500 Metallerinnen und Metaller beteiligt. 250 von ihnen sind zu zwei Kundgebungen an den Werkstoren zusammengekommen. Dort folgen noch weitere Schichten.

Am morgigen Dienstag liegen die regionalen Schwerpunkte der Warnstreiks in Schwaben und Niederbayern. In Dillingen beenden die Beschäftigten von BSH Hausgeräte und drei weiteren Betrieben zwei Stunden früher ihre Schichten. Delegationen treffen sich zu einem gemeinsamen Autokino, das für alle per Livestream übertragen wird. In Kempten bilden die Beschäftigten von Liebherr Verzahntechnik eine Menschenkette.

In der Region Passau treten morgen in mehreren Betrieben alle Schichten in Warnstreiks. Warnstreiks und Kundgebungen mit mehreren Betrieben gibt es auch in Weilheim und Erlangen.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die enorme Beteiligung an unseren Warnstreiks spricht für sich. Die Beschäftigten sind bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen – wenn es sein muss auch bis nach Ostern. Das liegt jetzt in den Händen der Arbeitgeber.“

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gedruckt am 20.04.2021 / IG Metall Bayern online