12.03.2021
81.400 Beschäftigte in Bayern seit Ende der Friedenspflicht im Warnstreik

PM 24 | Allein am Freitag 10.300 Beteiligte – 7.000 Audianer machten Donnerstagabend früher Schluss – Horn vor Warema: „Wer mit uns seit Dezember verhandelt und Abbaupläne statt vernünftige Angebote auf den Tisch legt, der fordert den Widerstand der Beschäftigten mit Warnstreiks heraus.“

81.400 Metallerinnen und Metaller haben sich in Bayern in den vergangenen zwei Wochen an den Warnstreiks in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Alleine am heutigen Freitag legten bis zum Mittag wieder 10.300 Beschäftigte aus 19 Betrieben die Arbeit nieder. Beim Luftfahrzeugbauer Airbus Helicopters in Donauwörth beteiligten sich 4.000 Beschäftigte, bei Bosch in Bamberg zogen 1.650 Beschäftigte durch drei Tore vors Werk. 143 Auszubildende bei BMW in Dingolfing machten beim Azubi-Warnstreik mit.

In Marktheidenfeld beteiligten sich 800 Beschäftigte von Procter & Gamble und Warema Renkhoff am Warnstreik. Corona-bedingt gedeckelte 180 von ihnen bildeten gemeinsam mit dem bayerischen IG Metall-Chef Johann Horn eine Menschenkette vor Warema, dem Betrieb der vbm-Verhandlungsführerin. Horn sagte dort zu den Warnstreikenden: „Wer mit uns seit Dezember verhandelt und Abbaupläne statt vernünftige Angebote auf den Tisch legt, der fordert den Widerstand der Beschäftigten mit Warnstreiks heraus. Die Arbeitgeber glauben, mit der Corona-Krise als Vorwand all ihre Wünsche zum Kostensparen und zur Profitmaximierung umsetzen zu können. Sie glauben, dass die Beschäftigten das mit sich machen lassen. Doch diese Rechnung lassen wir nicht aufgehen.“

Bereits Donnerstagabend hatte die Spätschicht mit 7.000 Audianern in Ingolstadt früher die Arbeit beendet. In Nürnberg und Umgebung beteiligten sich gestern inklusive der Spät- und Nachtschichten auf Freitag über 10.000 Metallerinnen und Metaller an den Frühschlussaktionen.

In der kommenden Woche werden die Warnstreiks weitergehen. Wir informieren Sie zu Wochenbeginn in gewohnter Weise detailliert.

Auszug: Warnstreikmeldungen für Freitag, 12. März 2021, in Bayern (Stand 14 Uhr):

Schwaben

•    AIRBUS Helicopters, in Donauwörth – 4.000 Beteiligte
•    Fendt-Caravan – in Mertingen – 500 Beteiligte

Oberfranken
•    Robert Bosch, in Bamberg – 1.650 Beteiligte
•    Schaeffler, in Hirschaid – 500 Beteiligte
•    Schaeffler, in Höchstadt – 400 Beteiligte
•    Wieland, in Bamberg – 150 Beteiligte

Unterfranken
•    Brose, in Würzburg – 600 Beteiligte
•    Procter & Gamble, in Marktheidenfeld – 500 Beteiligte
•    WAREMA Renkhoff SE, in Marktheidenfeld – 300 Beteiligte

Oberbayern

•    Imperial, Scherm, in Ingolstadt – 240 Beteiligte
•    Krones, in Rosenheim und Raubling – 140 Beteiligte

Oberpfalz
•    Syncreon (Werk 7.4), in Neutraubling – 200 Beteiligte

Mittelfranken
•    Bosch Industriekessel, in Gunzenhausen – 150 Beteiligte

Niederbayern
•    BMW Dingolfing (Azubi-Warnstreik) in Dingolfing – 143 Beteiligte

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