16.09.2020
Tausende Schaeffler-Beschäftigte in Bayern protestieren gegen Stellenabbau

PM 42 / Horn: "Die Solidarität zwischen den Standorten ist riesengroß."

Die Aktionen beim Schaeffler-Aktionstag in (von oben) Schweinfurt, Höchstadt, Hirschaid und Eltmann. Fotos: IG Metall

An einem bundesweiten Aktionstag der IG Metall gegen die Stellenabbaupläne bei Schaeffler haben sich heute alleine in Bayern mehrere Tausend Beschäftigte beteiligt. In Höchstadt haben 1.200 Beschäftigte an einer außerordentlichen Betriebsversammlung im Freien teilgenommen, also fast die gesamte Belegschaft. Mit einer Menschenkette und weiteren Aktionen auf dem Werksgelände haben sie der Sorge um ihre Arbeitsplätze Ausdruck verliehen. 200 Familienmitglieder der Betroffenen haben die Aktionen am Werkstor begleitet.

In Schweinfurt haben 1.500 Mitarbeiter an drei Kundgebungen auf dem Werksgelände teilgenommen. In Eltmann fand nach einem Demozug vom Werk zum Marktplatz eine Kundgebung mit 500 Menschen statt. Viele Passanten zeigten sich solidarisch und unterstützten den Protest. In Hirschaid beteiligten sich 450 Beschäftigte an einer Veranstaltung am Werkstor, in Herzogenaurach 200 an einem Demozug mit einer kurzen Kundgebung. Weitere Protestaktionen fanden in Herzogenaurach, Kitzingen, Gunzenhausen und Ingolstadt statt.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten haben heute ein kraftvolles Zeichen gesetzt, dass sie um ihre Arbeitsplätze kämpfen werden. Und die Solidarität zwischen den Standorten ist riesengroß. Unsere Botschaft ist klar: Wir akzeptieren keine Standortschließungen, keine Verlagerungen an Billigstandorte und keine betriebsbedingten Kündigungen. Der Wandel bei Schaeffler muss mit erheblichen Investitionen in Zukunftsprodukte an den deutschen Standorten und mit den Beschäftigten gestaltet werden.“

In der vergangenen Woche hatte Schaeffler angekündigt, über 4.400 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, fast alle in Deutschland, rund die Hälfte davon in Bayern.

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gedruckt am 20.10.2020 / IG Metall Bayern online