30.04.2020
IG Metall erwartet von Leoni Sicherheit für Beschäftigte und Standorte

PM 25 / Horn: "Wem der Staat unter die Arme greift, der kann nicht gleichzeitig Arbeitsplätze abbauen."

Die IG Metall erwartet vom mittelfränkischen Automobilzulieferer und Kabelspezialisten Leoni, dass er die staatliche Großbürgschaft für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 330 Millionen Euro einsetzt, um Beschäftigung und Standorte zu sichern. Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Es ist berechtigt, in der Corona-Krise Leoni mit einer staatlichen Bürgschaft Liquidität zu verschaffen. Nun ist der Konzern in der Pflicht, den Beschäftigten und den Standorten in Deutschland langfristige Perspektiven zu geben. Wem der Staat unter die Arme greift, der kann nicht gleichzeitig die Arbeitsplätze abbauen."

Der IG Metall-Unternehmensbeauftragte für Leoni, Franz Spieß, ergänzt: "Die Beschäftigten in Deutschland leisten bereits mit Kurzarbeit und den entsprechenden Einkommensverlusten ihren eigenen schmerzhaften Anteil zur Zukunftssicherung von Leoni. Im Gegenzug erwarten sie von Leoni gute Zukunftsperspektiven."

In Deutschland arbeiten bei Leoni 4.880 Beschäftigte, davon rund 3.200 in Bayern.

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gedruckt am 26.05.2020 / IG Metall Bayern online