12.11.2019
Kein Kaputtsparen bei Osram!

PM 38 / IG Metall und Betriebsrat verurteilen „Effizienzprogramm“ und ams / Beschäftigte fordern mit Aktionstag Zukunftskonzept

In Deutschland plant Osram von bestehenden 5600 Arbeitsplätzen 800 Arbeitsplätze abzubauen, das ist jeder siebte Arbeitsplatz. Außerdem sollen wichtige Zukunftsinvestitionen wegfallen, der Bereich Innovation soll drastisch verkleinert werden.

Zugleich sind die Erklärungen von ams zu einem Ausschluss fusionsbedingter Kündigungen im Falle einer Übernahme sind nicht wirklich rechtssicher. Die hohe Verschuldung des Unternehmens im Fall einer Übernahme wird den Druck auf die Arbeitsplätze weiter erhöhen. Eine Übernahme durch ams vergrößert somit die Probleme bei Osram.

Klaus Abel, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Osram: "Mit dem sogenannten 'Effizienzprogramm' gefährdet der Osram Vorstand die Zukunft von Osram. Die Beschäftigten von Osram werden hierdurch neben dem Geschacher am Kapitalmarkt durch den zweiten Übernahmeversuch von ams zusätzlich verunsichert. Die wertvollste Ressource von Osram, das Engagement der engagierten Belegschaften für die Zukunft von Osram in der Transformation, wird damit torpediert. Daher wenden wir uns genauso entschieden gegen die Übernahme durch ams gegen dieses Kaputtsparen."

Irene Weininger, Konzernbetriebsratsvorsitzende der Osram Licht AG: "Die Beschäftigten von Osram sind stolz auf ihr traditionsreiches Unternehmen und auf die großartigen Produkte, die den Namen Osram tragen. Für die Zukunft unseres Unternehmens arbeiten wir täglich hart an neuen Lösungen und Technologien. Nun erwarten wir von unserem Vorstand gemeinsam mit den Beschäftigten und uns Betriebsräten im konstruktiven Dialog die richtigen Antworten für die Zukunft von Osram zu finden."

Thomas Wetzel, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Osram: "Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gemeinsam mit unseren Belegschaften und der IG Metall dafür kämpfen, dass Osram und seine Beschäftigten im wahrsten Sinne des Wortes eine leuchtende Zukunft haben. 'Licht an, statt aus', lautet unsere Losung."

Die Belegschaften und Betriebsräte erwarten vom Osram-Vorstand, dass er bestehende Ideen für eine zukunftsfähige Produkte weiterentwickelt, statt diese, wie jetzt geplant, fallen zu lassen. Diese sind zum Bespiel:

  • Smart Textile Illumination (STI) (durch LED beleuchtete Kleidung)
  • Human Centric Lighting (HCL) (biologisch wirksame Beleuchtung)
  • Forschung und Weiterentwicklung im Bereich von µLarp (Laserfrontscheinwerfer)

Um den Forderungen der Beschäftigte und Betriebsräte Nachdruck zu verleihen, ruft die IG Metall am kommenden Montag zu einem bundesweiten Aktionstag bei Osram auf.

Beschäftigte aus allen Standorten werden sich am 18.11. um 12.05 Uhr zu Kundgebungen unter dem Motto "Licht an, statt aus" versammeln.

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