15.10.2019
IG Metall fordert von Schaeffler Prüfung von Alternativen zu Abbauplänen

PM 33 / Horn: Wir akzeptieren gleichzeitige Verlagerung und Stellenabbau nicht – Unternehmen soll Pläne transparent darlegen

Die IG Metall fordert das Unternehmen Schaeffler auf, seine angekündigten Pläne zum Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland zu konkretisieren und gemeinsam Alternativen zu prüfen.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Auftragslage, Ertrag und Beschäftigung entwickeln sich bei Schaeffler in der Sparte Industrie aktuell positiv. Angespannt ist die Situation in der Sparte Automotive. Wir akzeptieren nicht, dass Schaeffler in dieser Lage Produktion in Billiglohnländer verlagern und gleichzeitig vor Ort Stellen abbauen will. Wir wollen im Dialog mit Schaeffler über Alternativen sprechen." Solche Alternativen könnten beispielsweise Kurzarbeit, der Abbau von Arbeitszeitkonten und insbesondere Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte in neue Tätigkeiten sein. Fast die Hälfte des angekündigten Abbaus von 1.300 Stellen soll die Sparte Industrie betreffen.

Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler, ruft das Unternehmen zu mehr Transparenz auf: "Die neuen Abbaupläne bleiben völlig vage. Das verunsichert natürlich die Beschäftigten, was im aktuellen technologischen und ökologischen Umbruch fatal ist. Die Beschäftigten brauchen Sicherheit im Wandel. Deshalb erwarten wir vom Unternehmen, dass es uns seine Pläne für alle Standorte ausführlich darlegt und begründet."

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gedruckt am 14.11.2019 / IG Metall Bayern online