09.10.2019
IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld für Beschäftigte in Holz- und Kunststoffindustrie

PM 32 / Horn: „Wir wollen die Branche für junge Menschen attraktiver machen“ – Erste Verhandlung in Bayern ohne Annäherung

In den Tarifverhandlungen der bayerischen Holz- und Kunststoffindustrie fordert die IG Metall für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Auszubildende sollen überproportional von den Einkommenszuwächsen profitieren. Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „So wollen wir die Branche für junge Menschen attraktiver und damit zukunftsfest machen.“

Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern ist am heutigen Mittwoch in Reichertshofen ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt. Carsten Kuttnik, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, sagt: „Die Arbeitgeber reden die wirtschaftliche Situation schlechter als sie ist. Vor allem bei Caravanherstellern, in Teilen der Möbelindustrie und in Kunststoffbetrieben läuft es nach wir vor gut. Die Beschäftigten fordern zu Recht eine ordentliche Erhöhung ihrer Einkommen.“

In der bayerischen Holz- und Kunststoffindustrie arbeiten rund 8000 tarifgebundene Beschäftigte. Die zweite Tarifverhandlung findet voraussichtlich im November statt.

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gedruckt am 11.12.2019 / IG Metall Bayern online