05.07.2019
IG Metall zu Osram: Mitbestimmung und Tarifbindung erhalten – Standorte entwickeln

PM 27 / Vereinbarung mit Finanzinvestoren über Zukunftsdialog zum Erhalt der Arbeitsplätze

Foto: CC/Henrik Ström

Nach der Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Verkauf von Osram an die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle erwartet die IG Metall vom Vorstand und den Eigentümern - börsennotiert oder private equity - im Rahmen der globalen Strategie ein Zukunftskonzept für die deutschen Standorte zu deren Erhalt und Ausbau. IG Metall, Betriebsrat und Vorstand hatten dazu bereits im Juli 2017 ein Zukunftspapier unterzeichnet. "Wir erwarten vom Vorstand, dass er die dort getroffenen Vereinbarungen für die einzelnen Standorte umsetzt", sagt Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Die IG Metall konnte in den bisherigen Gesprächen mit dem Vorstand und den Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle erreichen, dass sich die Investoren verpflichten, Mitbestimmung und Tarifbindung nicht anzutasten und einen konstruktiven Dialog über die Zukunft des Konzerns mit den Beschäftigten und ihren Vertretern zu führen. Klaus Abel, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Osram und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, sagt: "Daher wenden wir uns nicht gegen eine Übernahme durch die Finanzinvestoren und erwarten von ihnen und dem Vorstand, dass sie die getroffenen Verabredungen für einen Zukunftsdialog zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Arbeitsplätze einhalten."

Beschäftigte von Osram haben am vergangenen Wochenende zusammen mit über 50.000 Menschen in Berlin für einen fairen Wandel in der Industrie demonstriert, bei dem die Beschäftigten mitgenommen, beteiligt und qualifiziert werden. "Dafür werden wir auch bei Osram kämpfen", so Abel.

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