14.06.2019
Tarifabschluss: 5,3 Prozent mehr Geld für Beschäftigte im bayerischen Kfz-Handwerk

PM 23 / Bezieher niedriger Einkommen und Azubis profitieren überproportional – Horn: „Tarifvertragsparteien machen das Kfz-Handwerk für junge Menschen attraktiver und damit zukunftsfähiger.“

Die Beschäftigten haben den Tarifabschluss mit ihren Warnstreiks erkämpft, so wie hier in München in der BMW-Niederlassung am Frankfurter Ring. Foto: Bachmeier

Die Beschäftigten in den bayerischen Kfz-Werkstätten und -Niederlassungen erhalten in zwei Stufen monatlich 5,3 Prozent mehr Geld, mindestens aber 160 Euro. Auszubildende erhalten künftig in zwei Stufen 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Darauf haben sich die IG Metall und die Arbeitgeber gestern Abend in München mit ihrem Tarifabschluss geeinigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Damit bekommen die Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und die Auszubildenden profitieren überproportional von der Tariferhöhung. Aber auch für alle anderen Beschäftigten bedeutet der Abschluss effektiv mehr Geld in der Tasche. So leisten die Tarifvertragsparteien einen Beitrag, das Kfz-Handwerk für junge Menschen attraktiver und damit zukunftsfähiger zu machen. Davon wird die gesamte Branche profitieren.“

In der ersten Stufe steigen die Vergütungen zum 1. Juli 2019 um 2,7 Prozent, in der zweiten Stufe zum 1. Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. In beiden Stufen steigen die Vergütungen jedoch mindestens um jeweils 80 Euro. Die Auszubildenden erhalten in beiden Stufen pro Lehrjahr jeweils 50 Euro mehr Geld. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Mai 2021.

Darüber hinaus bekommen die Auszubildenden künftig vor beiden Teilen der Abschlussprüfung einen bezahlten freien Tag.

Josef Brunner, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, sagt: „Diesen Tarifabschluss haben sich die Beschäftigten mit ihren Warnstreiks in der vergangenen Woche selbst erkämpft. Die Arbeitgeber mussten sich deutlich bewegen. Letztlich geht es um Wertschätzung für die gute Arbeit in den Betrieben: Nur mit motivierten und qualifizierten Beschäftigten lassen sich die zahlreichen technischen Herausforderungen im Kfz-Handwerk bewältigen.“

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