07.06.2019
2.500 Warnstreikende im Kfz-Handwerk machen Druck für guten Tarifabschluss

PM 21 / Horn: „Arbeitgeber werden sich bewegen müssen.“ – IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld

Foto: Bachmeier

2.500 Beschäftigte aus zahlreichen bayerischen Kfz-Werkstätten und -Niederlassungen haben sich in dieser Woche an den Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde beteiligt. Die größten Aktionen fanden in München, Nürnberg und Augsburg statt. Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten machen damit kräftig Druck für einen guten Tarifabschluss. Das gibt uns ordentlich Rückenwind für die nächste Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber werden sich dort bewegen müssen.“

Die IG Metall fordert im Kfz-Handwerk 5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate, mindestens jedoch 140 Euro. Für die Auszubildenden fordert die IG Metall 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Lehrjahr. Außerdem will die IG Metall über bessere Freistellungsmöglichkeiten vor Abschlussprüfungen sprechen.

Die Arbeitgeber bieten lediglich 2,3 Prozent und 2,0 Prozent mehr Geld für 24 Monate. Für die Auszubildenden bieten die Arbeitgeber nur 30 Euro mehr pro Lehrjahr. Eine Mindesterhöhung der Vergütungen bieten die Arbeitgeber gar nicht an. Über bessere Freistellungsmöglichkeiten vor Abschlussprüfungen signalisierten die Arbeitgeber immerhin Gesprächsbereitschaft.

Josef Brunner, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, sagt: „Die Werkstattauslastung ist sogar noch besser als vor zwei Jahren – und dort wird im Kfz-Handwerk das Geld verdient. Die Beschäftigten erwarten zu Recht einen fairen Anteil am erwirtschafteten Erfolg. Wir wollen, dass die Beschäftigten mit niedrigen Einkommen und die Auszubildenden überproportional von der Tariferhöhung profitieren. So können wir das Kfz-Handwerk für junge Menschen attraktiver und damit zukunftsfähiger machen.“

Die dritte Tarifverhandlung findet am 13. Juni in München statt.

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gedruckt am 16.06.2019 / IG Metall Bayern online