06.05.2019
IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld für Kfz-Handwerker in Bayern

PM 10 / Morgen erste Verhandlung in München – IG Metall-Bezirksleiter Horn: "Das Kfz-Handwerk muss für junge Menschen attraktiver werden"

Mit einer Forderung von 5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 140 Euro, geht die IG Metall am morgigen Dienstag in München in die erste Verhandlung um einen neuen Tarifvertrag für das bayerische Kfz-Handwerk. Für die Auszubildenden fordert die IG Metall 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Lehrjahr. Somit würden niedrigere Einkommen und die Auszubildenden überproportional von der Tariferhöhung profitieren. "Das Kfz-Handwerk muss für junge Menschen attraktiver werden. Dazu gehören bessere Einstiegsgehälter. Gerade in den Städten mit ihren hohen Lebenshaltungskosten tun sich junge Beschäftigte schwer, über die Runden zu kommen", sagt Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Mit einem wachsenden Werkstattgeschäft, robusten Umsätzen und guten Renditen sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen fairen Anteil für die Beschäftigten gegeben. "Das Kfz-Handwerk sollte nun die Chance nutzen, sich mit einem guten Tarifabschluss für die Zukunft aufzustellen. Denn nur mit motivierten und qualifizierten Beschäftigten lassen sich die zahlreichen Herausforderungen bewältigen - von E-Mobilität über Digitalisierung bis zur immer komplexeren Technik in den Fahrzeugen", erläutert Josef Brunner, Verhandlungsführer der IG Metall in Bayern. 

In den Verhandlungen will die IG Metall mit den Arbeitgebern außerdem über bessere Freistellungsmöglichkeiten vor Abschlussprüfungen sprechen. Die Friedenspflicht endet am 31. Mai.

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gedruckt am 21.07.2019 / IG Metall Bayern online