04.02.2019
770 Beschäftigte in Textil- und Bekleidungsindustrie in Bayern waren heute im Warnstreik

PM 5 / IG Metall-Bezirksleiter Horn: "Die Beschäftigten haben heute gezeigt, dass es ihnen ernst ist"

Mann + Hummel, Himmelkron

Ideal, Ingolstadt

Faurecia, Neuburg

Die Beschäftigten der bayerischen Textil- und Bekleidungsbetriebe haben am heutigen Montag mit weiteren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Bei Mann + Hummel im oberfränkischen Himmelkron, bei Faurecia in Neuburg und bei Ideal in Ingolstadt haben insgesamt 770 Beschäftigte vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Alle drei Betriebe sind Zulieferer der Autoindustrie.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Die Beschäftigten haben heute gezeigt, dass es ihnen ernst ist. Die Arbeitgeber werden sich bewegen müssen, um die Erwartungen der Beschäftigten zu erfüllen."

Die dritte Tarifverhandlung für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie findet am 12. Februar in Bielefeld statt. Die IG Metall fordert für die rund 100.000 Beschäftigten – davon rund 20.000 in Bayern – 5,5 Prozent mehr Entgelt, bessere Konditionen bei der Altersteilzeit und mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bisher nur geringe Lohnerhöhungen angeboten, die nicht einmal die Inflation ausgleichen würden.

Carsten Kuttnik, Tarifsekretär der IG Metall Bayern für die Textil- und Bekleidungsindustrie, sagt: "Die Beschäftigten lassen sich nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abkoppeln. Der Branche geht es gut, davon müssen auch die Beschäftigten profitieren."

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gedruckt am 19.09.2019 / IG Metall Bayern online