22.11.2018
Airbus: IG Metall und Betriebsräte machen mit Aktionstag Druck für Zukunftsdialog

PM 63 / Bezirksleiter Johann Horn: "Das Management muss mit uns Perspektiven für die deutschen Standorte erarbeiten – sonst drohen Arbeitsplatzverluste"

Die IG Metall und die Betriebsräte sorgen sich um die Zukunft der deutschen Airbus-Standorte. Mit einem bundesweiten betrieblichen Aktionstag an diesem Freitag machen sie nun Druck für einen Zukunftsdialog. Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Das Management muss mit uns Perspektiven für die deutschen Standorte erarbeiten - sonst drohen Arbeitsplatzverluste. Wir fordern langfristige Garantien für die Beschäftigten und die Standorte."

In Bayern beteiligen sich die drei großen Airbus-Standorte am Aktionstag unter dem Motto "Zukunft gemeinsam gestalten": Bei Premium Aerotec in Augsburg beteiligen sich die Beschäftigten aller vier Werksteile am Freitagvormittag an einer Informationsveranstaltung auf dem Betriebsgelände. Bei Airbus Helicopters in Donauwörth gibt es mit den Beschäftigten ebenfalls Informationsveranstaltungen. Airbus Defence and Space in Manching beteiligt sich mit einer Flugblattaktion.

Die IG Metall drängt auf Investitionen in Innovation, Technologie und Qualifizierung an allen Standorten. Von wichtigen Zukunftsprojekten sollen auch die deutschen Standorte profitieren. "Wir registrieren bei Airbus einen gewissen Zentralismus bei Zukunftsprojekten. Das wird der Idee dieses französisch-deutschen und damit europäischen Gemeinschaftsprojektes nicht gerecht", sagt Horn.

Die Auswirkungen der Produktionsrückgänge bei den Modellen A380 und A 400M müssten anderweitig kompensiert werden. "Airbus hat insgesamt gut zu tun. Da muss es möglich sein, allen betroffenen Beschäftigten in anderen Programmen Arbeit anzubieten", so Horn. Neben dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen fordert er den Stopp zusätzlicher Fremdvergaben.

Die IG Metall sieht auch die Politik gefordert. "Als Miteigentümer muss sich die Bundesregierung einmischen, wenn es um Zukunftstechnologien und Standortentscheidungen geht", sagt Horn. "Auch die neue bayerische Staatsregierung ist hier industriepolitisch gefragt. Schließlich hat sie angekündigt, Bayern als Luft- und Raumfahrtstandort stärken zu wollen."

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