07.11.2018
Fujitsu: "Wir werden um unsere Arbeitsplätze kämpfen!"

700 Beschäftigte protestieren vor Fujitsu-Kundenforum gegen Schließungspläne

700 Beschäftigte vermiesten vor der Messe München Fujitsu die Show

Roberto Armellini, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg

Fujitsu-Beschäftigte protestierten gegen die geplante Schließung des Werks in Augsburg (Fotos: IG Metall Bayern)

Die IG Metall und die Fujitsu-Beschäftigten haben den Standort Augsburg noch lange nicht aufgegeben. "Wir werden um unsere Arbeitsplätze kämpfen", rief der Betriebsratsvorsitzende Peter Wagner den rund 700 Teilnehmern einer Kundgebung auf dem Münchner Messegelände zu. Rund 500 von ihnen waren mit Bussen aus Augsburg angereist, um für den Erhalt ihres Werkes zu demonstrieren. Auch Münchner Fujitsu-Beschäftigte protestierten mit.

Nur wenige Meter entfernt veranstaltete Fujitsu zeitgleich ein großes Kundenforum mit Tausenden Gästen. Die IG Metall und die Beschäftigten nutzten den Anlass, um beim Fujitsu-Management und bei den Fujitsu-Kunden Aufmerksamkeit für die Proteste zu wecken.

Nach Informationen der IG Metall sind auch viele Fujitsu-Kunden unzufrieden mit den Schließungsplänen. Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland sind offenbar für viele bisher ein wichtiges Argument pro Fujitsu.

Die IG Metall sieht das Unternehmen in der Pflicht: "Fujitsu muss alles tun, um Perspektiven für den Standort Augsburg zu finden", sagte Roberto Armellini, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, bei der Kundgebung. Und weiter: "Wenn Fujitsu nach Paderborn auch Augsburg schließt, dann hat es keine Aufträge mehr von der öffentlichen Hand verdient."

Fujitsu beschäftigt in Augsburg rund 1.500 Menschen. Das Unternehmen hatte angekündigt, das Augsburger Werk bis September 2020 zu schließen und deutschlandweit rund 1.800 Arbeitsplätze zu streichen.

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