20.04.2018
IG Metall begrüßt Söders Ankündigungen zu Autopakt und Weiterbildungspakt

PM 49 / 20. April 2018: Ministerpräsident greift Initiativen der IG Metall auf – Wechsler: Auch Batteriezellenproduktion muss Thema beim Autopakt sein

Die IG Metall Bayern begrüßt die Ankündigungen von Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung, in Bayern einen Autopakt und einen Weiterbildungspakt mit Wirtschaft und Gewerkschaften zu schließen. Damit greift der Ministerpräsident zwei Initiativen auf, für die sich die IG Metall schon lange stark macht.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Es ist gut, dass diese zwei Themen nun anscheinend Fahrt aufnehmen. Ich gehe davon aus, dass der Ministerpräsident seinen Ankündigungen nun auch zügig Taten folgen lässt. Wir müssen den Wandel in der Autoindustrie dringend industriepolitisch gestalten, ansonsten droht Bayern beim Umstieg auf alternative Antriebe national und international ins Hintertreffen zu geraten. Dafür müssen alle Akteure an einen Tisch: Politik, Hersteller, Zulieferer, Gewerkschaften und Betriebsräte. Eine zentrale Frage ist dabei, wie wir die Beschäftigten auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft mitnehmen. Ausbildung und Weiterbildung sind dafür entscheidende Punkte, weil die Anforderungen an die Beschäftigten steigen werden. Momentan haben wir allein in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie über 100.000 an- und ungelernte Beschäftigte.“

Auch den angekündigten Aufbau eines Entwicklungszentrums für Batterietechnik bewertet die IG Metall positiv. Wechsler: „Dabei muss allerdings das Ziel sein, eine kommerzielle Batteriezellenproduktion aufzubauen. Wer an der Spitze der globalen Autoindustrie stehen will, muss auch bei der Batteriezellenproduktion ganz vorne dabei sein. Ich erwarte, dass auch das ein Thema beim Autopakt sein wird.“

Den angekündigten Weiterbildungspakt wertet die IG Metall als Schritt in die richtige Richtung. Wechsler: „Wir müssen mit diesem Pakt feste Vereinbarungen treffen und deutlich mehr für Weiterbildung tun. Am besten wären ein Weiterbildungsgesetz und ein Recht auf Weiterbildung.“

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