31.01.2018
15.000 Warnstreikende legen heute in Bayern Betriebe lahm

PM 34 / 31. Januar 2018: Wechsler: „Die Arbeitgeber verweigern den Beschäftigten, über ihre eigene Zeit mitzubestimmen. Das ist fahrlässig, arrogant und eine Gutsherrenmentalität, die sich heute niemand mehr bieten lässt.“

15.000 Beschäftigte beteiligen sich heute an den bislang sieben laufenden ganztägigen Warnstreiks der IG Metall in Bayern und haben in allen beteiligten Betrieben die Produktion lahmgelegt. Drei Betriebe beginnen ihre ganztägigen Warnstreiks heute Abend um 22 Uhr. Bei MAN Truck & Bus in München ist das Werk bereits seit Mitternacht dicht, bei MAN Truck & Bus in Nürnberg wurden die Werkstore um 6 Uhr geschlossen, ebenso bei ZF in Passau, den beiden Linde-Werken in Kahl, bei Düker in Karlstadt sowie Krauss-Maffei Technologies in Treuchtlingen. Die größten Warnstreikbeteiligungen gibt es bei MAN Truck & Bus in München mit 7.000 Beschäftigten, bei MAN Truck & Bus in Nürnberg mit 3.450 Beschäftigten und bei ZF in Passau mit 3.800 Beschäftigten.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagte heute Morgen in seiner Rede bei MAN Truck & Bus in Nürnberg: „Wir haben heute wahrgemacht, was wir für diesen Fall lange angekündigt haben, die Arbeitgeber aber nicht wahrhaben wollten. 24 Stunden lang geht hier gar nichts mehr. Hier geht nichts mehr rein und nichts mehr raus. Die Arbeitgeber verweigern den Beschäftigten, über ihre eigene Zeit mitzubestimmen. Das ist fahrlässig, arrogant und eine Gutsherrenmentalität, die sich heute niemand mehr bieten lässt.“

Am Donnerstag wird die IG Metall die ganztägigen Warnstreiks ausweiten.

Auszug: Ganztägige Warnstreiks in Bayern am Mittwoch, 31. Januar 2018:

Oberbayern: MAN Truck & Bus in München – 7.000 Warnstreikende

Mittelfranken: MAN Truck & Bus in Nürnberg – 3.450 Warnstreikende

Niederbayern: ZF in Passau – 3.800

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