29.01.2018
Ab Mittwoch ganztägige Warnstreiks in rund 40 Betrieben in Bayern

PM 32 / 29. Januar 2018: Wechsler: „Arbeitgeber müssen jetzt mit den Konsequenzen ihrer fehlenden Kompromissfähigkeit leben.“ – IG Metall bereitet parallel Urabstimmung über Flächenstreiks vor

Die IG Metall wird in der Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie in rund 40 Betrieben in Bayern ganztägige Warnstreiks durchführen. Diese beginnen von Mittwoch bis Freitag. Alle Branchen der Metall- und Elektroindustrie werden einbezogen: Maschinen- und Anlagenbau, Elektroindustrie, Zulieferbetriebe und die Automobilindustrie. Parallel trifft die IG Metall in Bayern Vorbereitungen für eine Urabstimmung über unbefristete Flächenstreiks.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Arbeitgeber haben in der letzten Verhandlung alle von der IG Metall vorgeschlagenen und schon intensiv diskutierten Lösungsmodelle wieder vom Tisch genommen. Sie haben den Lösungsversuch abgebrochen. Jetzt müssen sie mit den Konsequenzen ihrer fehlenden Kompromissfähigkeit leben. Mit den ganztägigen Warnstreiks nehmen wir ein Grundrecht wahr, die ökonomischen Auswirkungen haben die Arbeitgeber selber zu verantworten.“

In den ganztägigen Warnstreiks gilt die aufgestellte Forderung. Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Geld für zwölf Monate Laufzeit, einen Anspruch auf kurze Vollzeit für alle und einen Zuschuss für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu erziehen, Angehörige zu pflegen oder die in Schicht arbeiten. Wechsler sagt zum bisher letzten Angebot der Arbeitgeber: „Beim Geld haben sie uns für zwölf Monate viel zu wenig geboten und liegen zu weit von unserer Forderung entfernt. Das reicht angesichts der hervorragenden wirtschaftlichen Lage bei Weitem nicht.“

In den ausgewählten Betrieben holt die IG Metall zuvor Mitgliedervoten zur Durchführung von ganztägigen Warnstreiks ein. IG Metall-Mitglieder erhalten für die ganztägigen Warnstreiks Streikgeld.

Wechsler warnt die Arbeitgeber vor Klagen gegen die ganztägigen Warnstreiks: „Wir können sie nicht daran hindern, aber wir warnen sie davor. Das würde das Verhältnis zusätzlich stark belasten. Eine Tarifauseinandersetzung kann man nicht juristisch lösen, sondern nur am Verhandlungstisch. Und wenn sich die Arbeitgeber dort verweigern, müssen wir eben mit den gesetzlich vorgesehenen Arbeitskampfmaßnahmen nachhelfen.“

Wechsler weiter: „Die Arbeitgeber haben den Abbruch der Verhandlungen provoziert. Die IG Metall wird die Verhandlungen erst nach den ganztägigen Warnstreiks und nur dann wieder aufnehmen, wenn die Arbeitgeber sich auf unsere Forderungen zubewegen.“

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