24.01.2018
Bei Audi und BMW stehen zeitweise die Bänder still

PM 27 / 24.01.2018: Heute 28.275 Warnstreikende in Bayern – Große Aktionen auch in Unterfranken, Schwaben und Oberfranken – Wechsler: „Arbeitgeber haben letzte Chance, mit uns friedlich ein Ergebnis zu erzielen.“

Die IG Metall in Bayern hat vor der heutigen vierten Tarifverhandlung in Baden Württemberg für die Metall- und Elektroindustrie ein Ausrufezeichen gesetzt. Bis zum Mittag (Stand 14:30 Uhr) haben sich an den Warnstreiks in Bayern heute 28.275 Beschäftigte aus 33 Betrieben beteiligt. Allein in der Region Ingolstadt haben bei Audi und 15 weiteren Betrieben 17.500 Beschäftigte die Arbeit zeitweise niedergelegt. Bei Audi standen ebenso wie im BMW-Stammwerk München vorübergehend die Bänder still. 4.000 Beschäftigte der Frühschicht des BMW-Werks sind in den Warnstreik getreten, am Abend folgt dort noch die Spätschicht.

Bereits in der Nacht haben sich bei BMW in Regensburg inklusive der Kontraktlogistiker Rhenus und AFG 1.200 Beschäftigte am Warnstreik beteiligt. Hunderte Leiharbeiter haben diesen solidarisch unterstützt. Bei Bosch Rexroth in Lohr haben sich 2.200 Beschäftigte der verschiedenen Werke an Warnstreiks beteiligt. Auch dort folgen noch die Spätschichten. In Dillingen haben sich 1.200 Warnstreikende von BSH, Röhm und Same Deutz Fahr an einem gemeinsamen Demozug mit Kundgebung beteiligt. In Ebern sind 1.100 Beschäftigte der Früh- und Nachtschicht von FTE automotive in den Ausstand getreten.

Christiane Benner, 2. Vorsitzende der IG Metall, sagte bei der Großkundgebung vor dem Audi Forum in Ingolstadt zu den Warnstreikenden: „Mit einer beeindruckenden Warnstreik-Beteiligung in den letzten Wochen haben die Kolleginnen und Kollegen aus Ingolstadt und ganz Deutschland die richtige Antwort auf die Verweigerungs-Haltung der Metall-Arbeitgeber gegeben. Wir erwarten ernsthafte Verhandlungen über faire Entgelterhöhungen sowie familiengerechte und gesundheitsförderliche Arbeitszeiten.“

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagte in seiner Rede bei Audi: „Wir haben über zwei Monate verhandelt. Jetzt haben die Arbeitgeber die letzte Chance, mit uns friedlich ein Ergebnis zu erzielen. Ansonsten wird der IG Metall-Vorstand über eine Intensivierung unserer Aktivitäten beraten. Es bleibt klar: Mit der IG Metall gibt es nur einen Abschluss im Paket mit allen drei Forderungselementen – Entgelt, kurze Vollzeit und Entgeltzuschuss.“

Auszug: Warnstreiks am Mittwoch, 24. Januar 2018, in Bayern

Oberbayern

Audi Ingolstadt und 15 weitere Betriebe aus der Region Ingolstadt, u.a. Airbus Defence and Space (Manching) und Ledvance (Eichstätt) in Ingolstadt – zusammen 17.500 Warnstreikende
BMW Werk München (nur Frühschicht, Spätschicht folgt um 22 Uhr) – 4.000 Warnstreikende

Schwaben

BSH, Röhm, Same Deutz Fahr in Dillingen – zusammen 1.200 Beschäftigte

Unterfranken

Bosch Rexroth Gießerei, Bosch Rexroth Werk 1, Bosch Rexroth (EDC), Bosch Rexroth (WVZ, Services), Bosch Rexroth Werk 2 in Lohr – zusammen 2.200 Warnstreikende (Spätschichten folgen noch)

Oberfranken

Bosch Bamberg (Nachtschicht) in Bamberg – 1.000 Warnstreikende
FTE automotive in Ebern – 1.100 Warnstreikende

Oberpfalz

BMW Werk Regensburg (Nachtschicht), Afg Allg. Fahrzeugübernahme, Rhenus AL in Regensburg – zusammen 1.200 Warnstreikende

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