15.01.2018
Dritte Tarifverhandlung ohne Ergebnis – IG Metall startet in Bayern zweite, noch stärkere Warnstreikwelle

PM 13 / 15.01.2018: Wechsler: „Die Arbeitgeber haben sich heute minimal bewegt, das reicht aber nicht aus. Wir müssen den Druck also weiter erhöhen“ – IG Metall hält an komplettem Forderungspaket fest

Die dritte Tarifverhandlung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist am heutigen Montag in Nürnberg ohne Ergebnis vertagt worden. Als nächster Verhandlungstermin ist der 25. Januar angesetzt worden. Die Arbeitgeber haben ihr dürftiges Angebot von 2 Prozent mehr Entgelt plus einer Einmalzahlung von 200 Euro heute nicht nachgebessert. Beim von der IG Metall geforderten Recht für die Beschäftigten, ihre Arbeitszeit vorübergehend abzusenken, haben die Arbeitgeber immerhin Gesprächsbereitschaft signalisiert – allerdings nur unter der Bedingung einer weiteren Öffnung der Arbeitszeiten nach oben. Beim Entgeltzuschuss verweigern sich die Arbeitgeber weiterhin komplett.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt dazu: „Die Arbeitgeber haben sich heute minimal bewegt, das reicht aber nicht aus. Wir müssen den Druck also weiter erhöhen. Ab morgen wird eine zweite, noch stärkere und noch längere Warnstreikwelle über Bayern rollen. Wir halten an unserem kompletten Forderungspaket inklusive Entgeltzuschuss fest.“

Wechsler zu Entgeltzuschuss: „Damit machen wir Tarifpolitik, die der sozialen Spaltung in der Gesellschaft entgegenwirkt.“

Wechsler erläutert, warum bei einer vorübergehenden Arbeitszeitverkürzung der Entgeltzuschuss so wichtig ist – für Schichtarbeiter und Beschäftigte, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen: „Wir wollen, dass sich in diesen Lebenslagen auch die Beschäftigten in unteren Entgeltgruppen eine Arbeitszeitverkürzung leisten können. Damit machen wir Tarifpolitik, die der sozialen Spaltung in der Gesellschaft entgegenwirkt.“

Wechsler weist darauf hin, dass eine Flexibilität nach oben bei den Arbeitszeiten bereits Realität ist: „Rund 30 Prozent der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie arbeiten bereits regulär bis zu 40 Stunden oder länger. Das hat die IG Metall bereits in den vergangenen Jahren durch flexible tarifliche Regelungen ermöglicht. Jetzt wollen wir für die Beschäftigten erstmals eine Flexibilität nach unten durchsetzen.“

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