15.05.2017
SZI: Abschluss in der ersten Runde

In der Tarifrunde für die Schreib- und Zeichengeräteindustrie kamen die Tarifparteien bereits in der ersten Verhandlung am 12. Mai in Nürnberg zu einem Ergebnis.

In Bayern beschäftigt die Kleinbranche SZI rund 4.400 Menschen in den nur vier tarifgebundenen Unternehmen. Alle vier Firmen sind in den Verhandlungskommissionen auf Arbeitgeberseite und der IG Metall Seite vertreten, was Tarifverhandlungen im Vergleich zu anderen Branchen relativ übersichtlich macht. In Nürnberg jedenfalls einigten sich die Parteien nach einer langen Verhandlung mit mehreren Unterbrechungen bereits in der ersten Runde auf Verhandlungsergebnis.

Die Einkommen erhöhen sich demnach rückwirkend ab dem ersten Mai um 2,5 Prozent. Eine zweite Stufe folgt ein Jahr später zum ersten Mai 2018 in Höhe von weiteren 2 Prozent. Ab diesem Moment bis zum Ende der Laufzeit am 30. April 2019 verfügen die Beschäftigten also unter dem Strich über 4,5 Prozent mehr Geld.

Auch in der Frage des von der IG Metall geforderten Demografietarifvertrags konnten die Arbeitgeber dazu gebracht werden, sich von ihrer ursprünglichen Abwehrhaltung wegzubewegen. Dies war aus Sicht der IG Metall besonders wichtig; die Arbeitgeber hatten sich lange hartnäckig gewehrt und im Gegenzug Zugeständnisse bei Arbeitszeitaspekten im Flächentarif gefordert.

Durchsetzen konnte sich am Ende die Arbeitnehmerseite: Jetzt greift ein Demografietarifvertrag auf Basis des entsprechenden Tarifvertrags in der Holz- und Kunststoffindustrie, womit die Beschäftigten über angemessene Möglichkeiten verfügen, über eine Altersteilzeitregelung aus dem aktiven Berufsleben auszuscheiden. Die Laufzeit dieses Vertrages beträgt fünf Jahre.

Die Verhandlungskommission für die SZI-Branche nahm dieses Tarifergebnis im Anschluss an die Verhandlung einstimmig an.

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