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31.03.2017
IG Metall Bayern fordert Entgelterhöhung von 5 Prozent im Kfz-Gewerbe

PM 10 / 31. März 2017: Außerdem überproportionale Erhöhung und Übernahmeverpflichtung für Auszubildende.

Die Tarifkommission der IG Metall Bayern für das Kfz-Gewerbe hat ihre Forderung für die Tarifrunde 2017 beschlossen. Sie will für eine Laufzeit von einem Jahr 5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, eine überproportionale Erhöhung für die Auszubildenden sowie die Verpflichtung zur Übernahme Ausgelernter für mindestens 12 Monate. Bezirksleiter Jürgen Wechsler begründete die nach ausführlicher Debatte in den Betrieben am 28. März beschlossene Forderung: „Das Kfz-Handwerk in Bayern hat in allen Bereichen – Werkstatt und Service, Neu- und Gebrauchtwagenhandel – einen goldenen Boden. Davon muss auch bei den Beschäftigten etwas ankommen.“

Der Gewerbeverband selbst hatte das vergangene Geschäftsjahr Anfang März als erfolgreich bewertet und unter anderem auf deutlich zunehmende Neuzulassungen und Besitzumschreibungen verwiesen. Auch die Auslastung der Werkstätten war bei steigenden Umsätzen stabil. Wechsler betonte vor diesem Hintergrund: „Unter dem Strich verzeichnet die Branche um mehr als 5,7 Prozent gestiegene Umsatzerlöse. Daran wollen die Beschäftigten einen fairen Anteil, schließlich würde das Geschäft ohne ihre gute Arbeit in den Autohäusern und Werkstätten nicht laufen.“

Neben der Entgelterhöhung fordert die IG Metall als zusätzliches Element die Verpflichtung, ausgelernte Auszubildende für mindestens 12 Monate zu übernehmen. Damit soll die Attraktivität der Branche für junge Menschen verbessert werden, erklärte Wechsler: „Was wir in der Metall- und Elektroindustrie bereits erreicht haben, ist für die Kfz-Branche längst überfällig. Auch sie steht angesichts steigender Beschäftigung und sinkenden Fachkräftepotenzials im Konkurrenzkampf um qualifizierten Nachwuchs. Die Perspektive auf eine Übernahme nach der Ausbildung spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Im bayerischen Kfz-Gewerbe sind rund 150.000 Menschen beschäftigt. Der aktuelle Tarifvertrag trat am 1. Mai 2015 in Kraft und gilt noch bis zum 31. Mai 2017.

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