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15.03.2017
"Richtig Ärger" bei Knorr Bremse

– das kündigten mehrere IG Metall-Geschäftsstellen mit Betrieben von Knorr-Bremse an, als das Unternehmen sein Maßnahmenpaket zur Profitsteigerung ankündigte. Jetzt stellt eine bundesweite Resolution Gegenforderungen.

Zentrale der Knorr-Bremse Geschäftsbereiche in München (Foto: Knorr-Bremse AG).

Wenig überraschend beabsichtigt Knorr-Bremse, vor allem auf Kosten der Beschäftigten seine Marge zu erhöhen. Die geplanten Maßnahmen haben es in sich: Je nach Standort und Status sollen die Arbeitszeit auf 42 Wochenstunden unternehmensweit "angeglichen", Arbeitsplätze verlagert und Tarifbindungen gelöst werden.

"Skandal-Unternehmen Knorr-Bremse muss sozial werden!"

Unter diesem Titel haben am 13. März neun betroffene IG Metall-Geschäftsstellen, darunter München, Passau und Rosenheim, eine gemeinsame Resolution veröffentlicht. Sie verweisen darin auf frühere Maßnahmen, mit denen Knorr-Bremse mehrere Tausend Arbeitsplätze vernichtet und die Anzahl seiner Beschäftigten in Deutschland auf nur noch rund ein Fünftel der früheren Beschäftigung reduziert hat: "Nach unserer Auffassung verhält sich Knorr-Bremse nicht besser als eine moderne Heuschrecke."

Stabile wirtschaftliche Lage ...

Für besondere Verärgerung sorgt in diesem Zusammenhang, dass Knorr-Bremse nicht etwa mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen Weltmarktführer bei Bremsen für Eisenbahnen und Nutzfahrzeuge mit einem Umsatz von über 5,8 und einem Gewinn von 645 Millionen Euro im Jahr 2015 laut Geschäftsbericht. "Unser Erfolg beruht auf einem Fundament von begeisterten, engagierten und fokussierten Mitarbeitern", erklärt Knorr-Bremse vollmundig auf seiner Website zur Unternehmenskultur – das allerdings sollte man auch entsprechend honorieren.

... und "Heuschrecken-Methoden"

Die IG Metall will vor diesem Hintergrund die "Heuschrecken-Methoden 'Ausbeuten, Verlagern, Rauswerfen'" auf keinen Fall hinnehmen. In ihrer Resolution fordern die Geschäftsstellen daher, die Vernichtung von Arbeitsplätzen an allen Standorten auszuschließen und Tarifbindung für sämtliche Betriebe. Mit den Beschäftigten haben darüber bereits intensive Gespräche begonnen; jetzt werden darüber hinaus alle demokratischen Parteien und gesellschaftlichen Gruppen aufgefordert, die Forderungen ebenfalls zu unterstützen.

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