28.02.2017
Tarifverhandlung für Textil- und Bekleidungsindustrie wird fortgesetzt

PM 08 / 28. Februar 2017: IG Metall bereitet zweite Warnstreikwelle für Fall des Scheiterns vor.

Am morgigen Mittwoch, 1. März, setzen die Arbeitgeber und die IG Metall in Berlin die dritte Verhandlungsrunde in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie fort. Für den Fall des Scheiterns dieser Verhandlungsrunde bereitet die IG Metall eine zweite, verschärfte Warnstreikwelle vor.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Arbeitgeber haben den Konflikt mit ihrer bisherigen Blockadehaltung eskaliert. Sie müssen ihr schwaches Angebot nun weiterentwickeln, um mit uns ein Ergebnis zu erzielen. Ansonsten werden wir den Startschuss für eine zweite Warnstreikwelle geben, mit der wir den Arbeitgebern vermitteln, dass wir auch ihre Kunden treffen können.“ Viele bayerische Textilbetriebe sind Zulieferer der Autoindustrie. Insgesamt arbeiten in Bayern rund 20.000 Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie.

Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von 4,5 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten und eine verbesserte Altersteilzeitregelung mit einem Aufstockungsbetrag von 550 Euro. Zudem soll aus Sicht der IG Metall die Altersteilzeitquote von 2 auf 2,5 Prozent erhöht werden. Monate ohne Lohnerhöhungen gehören nicht zu einer akzeptablen Lösung.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt in den Verhandlungen einen Monat ohne Entgelterhöhung angeboten, danach drei Monate je 50 Euro Einmalzahlungen, ab dem 1. Juni 2017 eine Erhöhung von 2,1 Prozent und in einer zweiten Stufe zum 1. April 2018 eine Erhöhung von 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 25 Monaten. Eine wirkliche Verbesserung der Altersteilzeitregelung haben sie nicht angeboten.

» drucken


dabei sein!
Arbeitszeitkampagne