15.02.2017
850 Beschäftigte in Bayern machen bei Warnstreiks Druck auf Textil- und Bekleidungsindustrie

PM 07 / 15. Februar 2017: Wechsler: „Wenn dritte Verhandlungsrunde kein Ergebnis bringt, werden wir Warnstreiks in Bayern ausweiten.“

850 Beschäftigte haben sich heute allein in Bayern an den Warnstreiks in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie beteiligt. Bei den Automobilzulieferern Faurecia Autositze in Neuburg und Ideal in Ingolstadt haben jeweils drei Schichten zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. Bei Faurecia haben sich gut 660 Beschäftigte beteiligt, bei Ideal über 150.

Damit haben die Beschäftigten den Druck auf die Arbeitgeberseite in der gleichzeitig in Saarlouis stattfindenden dritten Verhandlungsrunde erhöht. Bis jetzt gibt es dort kein Ergebnis.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten haben einen kleinen Vorgeschmack auf ihre Kampfbereitschaft für einen guten Tarifvertrag gegeben. Die Arbeitgeber sollten ihre Blockadehaltung überdenken. Wenn die dritte Verhandlungsrunde kein Ergebnis bringt, werden wir die Warnstreiks in Bayern ausweiten. Unsere Mitglieder in den Betrieben sind stark verärgert über das bisherige unzureichende Arbeitgeberangebot. Weitere Belegschaften scharren mit den Hufen, um durch Warnstreiks klare Signale zu setzen.“

Die IG Metall fordert eine Entgelterhöhung von 4,5 Prozent und Verbesserungen bei der Altersteilzeit. Die Arbeitgeber haben vier Nullmonate, 1,4 Prozent und 1,5 Prozent in zwei Schritten über eine Laufzeit von 28 Monaten angeboten. Eine Verbesserung der Altersteilzeitregelung lehnen sie ab.

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