09.12.2016
IG Metall erreicht Beschäftigungssicherung für geplante Linde-Fusion

(Pressedienst 49 / 9. Dezember 2016: Keine betriebsbedingten Kündigungen, keine Standortschließung, Tarifbindung bleibt) Die IG Metall, die IG BCE und die Betriebsräte haben für die Beschäftigten der Linde Group wichtige Absicherungen im Zusammenhang mit den anstehenden Fusionsgesprächen erreicht.

Für den Fall einer Fusion von Linde und Praxair wurden im Rahmen einer Konzernbetriebsvereinbarung unter anderen folgende Punkte zur Beschäftigungssicherung im Linde Inlandskonzern mit dem Unternehmen vereinbart:

• Der ursprünglich in Deutschland geplante Stellenabbau wird signifikant reduziert.

• Betriebsbedingte Kündigungen sind bis zum 31. Dezember 2021 ausgeschlossen.

• Der Standort Dresden wird entgegen der Ankündigung nicht geschlossen.

• Die Tarifbindung bleibt auch nach einer eventuellen Fusion mit Praxair erhalten.

Diese Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung wird zusätzlich durch Tarifverträge abgesichert.

Vor diesem Hintergrund tragen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat die Prüfung des Angebotes von Praxair zur Fusion mit der Linde AG mit. Die Betriebsräte werden gemeinsam mit den Gewerkschaften diesen Prozess kritisch begleiten.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt dazu: „Unter den gegebenen Umständen haben wir für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Linde einiges erreicht. De facto bedeutet die Einigung, dass in den kommenden fünf Jahren niemand in der Linde AG fürchten muss, das Unternehmen unfreiwillig verlassen zu müssen. Gleichwohl stehen wir der geplanten Fusion weiterhin skeptisch gegenüber.“

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