24.10.2016
Internationaler Austausch

Alle zwei Jahre findet die Geschäftsführerkonferenz der IG Metall Bayern im Ausland statt, um den grenzübergreifenden Austausch mit anderen Gewerkschaften zu suchen und sich gemeinsam mit aktuellen politischen Themen zu befassen. Im Oktober reisten die Geschäftsführer und Bezirkssekretäre sowie das geschäftsführende Vorstandsmitglied Ralf Kutzner dazu nach Wien zur Pro-Ge, der österreichischen Produktionsgewerkschaft.

Die beeindruckende Eingangshalle des Parlaments in Wien ...

... und sein etwas schlichterer Plenarsaal.

Diskussion zum Erstarken des Rechtspopulismus.

Für den allgemeinen Teil der Geschäftsführerkonferenz stand der IG Metall Bayern ein Tagungsraum in der Wiener Zentrale des österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) zur Verfügung. Dort wurden die Teilnehmer_innen durch den Pro-Ge-Vorsitzenden Rainer Wimmer begrüßt, der zugleich Mitglied des ÖGB-Bundesvorstandes ist.

Auch als Nationalratsabgeordneter und Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ ist Wimmer, mit dem die bayerische IG Metall im Wiener Memorandum seit Jahren eng zusammenarbeitet, ein idealer Ansprechpartner für alle Fragen nicht nur zur aktuellen Lage der Gewerkschaften und der Wirtschaft, sondern auch zur politischen Gesamtsituation in Österreich.

Die Pro-Ge hatte für den Besuch aus Bayern eine Stadtführung durch das "rote Wien" organisiert, bei der Entstehung und Geschichte der Arbeiterbewegung mit architektonischen Besonderheiten der österreichischen Hauptstadt aufschlussreich verknüpft werden. Noch heute profitieren viele Menschen von den eng mit der Gewerkschaftsgeschichte verbundenen Ergebnissen des sozialen Wohnungsbaus, ohne den Wohnraum in Wien für viele längst nicht mehr bezahlbar wäre.

Eine Führung durch den Nationalrat vermittelte am nächsten Tag vor allem einen fesselnden Einblick in die Geschichte von Parlament und Demokratie in Österreich. Danach ging es in den Räumen der SPÖ-Fraktion mit einem Vortrag und einer Diskussion um ein brandaktuelles Thema: die Auseinandersetzung mit der rechtspopulistischen FPÖ sowie deren Ähnlichkeiten mit und Unterschiede zur AfD.

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