19.09.2016
Für freien, aber fairen Handel

Die IG Metall setzt sich schon seit Beginn der Debatte um die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA für klare, demokratisch legitimierte Leitlinien ein. Am Wochenende unterstrichen über 300.000 Menschen in den deutschen Großstädten diese Forderung, allein in München waren es rund 25.000.

Nass, aber randvoll: der Münchner Odeonsplatz am 17. September (Foto: David Brill).

Besonders in der globalisierten Welt müssen Märkte durch soziale und ökologische Regeln gesteuert und von demokratisch legitimierter Politik kontrolliert werden. Auch die IG Metall ist nicht gegen freien Handel - aber fair muss er sein. Bisherige Freihandelsabkommen weisen hier oft schwere Mängel auf und schaffen Vorteile für die Wirtschaft auf Kosten von Verbrauchern und Umwelt.

Die DGB-Gewerkschaften haben gemeinsam mit anderen Gruppen zentrale Forderungen an Handelsabkommen formuliert: demokratische Beteiligung und Kontrolle der Verhandlungen, Investitionsschutz ohne Beeinträchtigung von Arbeitnehmerrechten, deren Schutz und Ausbau, keine Liberalisierung oder Privatisierung der Daseinsvorsorge sowie das Arbeitsortsprinzip für entsandte Beschäftigte.

Auch, wenn die Verhandlungen zu TTIP nicht zuletzt aufgrund dieser Forderungen immer stärker ins Stocken geraten sind, ist längst kein Grund zur Entwarnung gegeben. Um seine Position weiter zu unterstreichen und zu verdeutlichen, hatte das breite gesellschaftliche Bündnis zu großen Kundgebungen in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und München aufgerufen. Die starke Beteiligung sendet ein klares Signal an die Politik: Für einen gerechten Welthandel!

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