29.06.2016
Klare Perspektive bei Kuka

Nach intensiver Diskussion um die Mehrheitsübernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch die chinesische Midea haben Vorstand und Aufsichtsrat den Kuka-Aktionären am 28. Juni die Annahme deren Angebots empfohlen. Dazu wurden unter anderem aus Arbeitnehmersicht wesentliche Bedingungen zu Eigenständigkeit, Standorten und Beschäftigung sowie dem geistigen Eigentum von Kuka vereinbart.

Kuka-Roboter in der Fertigung (Bild: KUKA Aktiengesellschaft)

Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der Augsburger IG Metall und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Kuka AG, begrüßte diese Vereinbarung in einer Stellungnahme und bewertete insbesondere deren Geltung bis Ende 2023 als wichtiges Signal: "Dieser Zeitraum geht deutlich über bekannte Vereinbarungen hinaus."

Wichtig ist nach Auffassung der IG Metall Augsburg nun vor allem, dass die Zusagen nicht nur vereinbart, sondern auch gelebt werden. Dazu gehören neben der Eigenständigkeit von Kuka auch Kontinuität in Management und Aufsichtsrat sowie ein guter Kontakt zum neuen Großinvestor, so Leppek: "Wir heißen Midea herzlich willkommen." Von den beiden Großaktionären Voith und Loh wünscht er sich ein klares Statement: "Dies wäre ein starkes Zeichen, dass man an Kuka glaubt, und insgesamt ein wichtiges Signal für die Nachhaltigkeit der deutschen Wirtschaft und gegen kurzfristiges Gewinnstreben."

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