19.05.2016
Siemens: 850 gegen Abbau und Verlagerung

Die Tarifrunde ist vorbei, die Aktionen an den von Abbau und Verlagerung bedrohten bayerischen Siemens-Standorten gehen weiter: In Bad Neustadt protestierten am Mittwoch rund 850 Beschäftigte zum Besuch von Divisions-Chef und Siemens-Vorstand Klaus Helmrich.

Rot und Gelb für zwei betroffene Bereiche, Grün für Azubis: bedrohte Stellen deutlich sichtbar gemacht.

Mit bunten Karten machten die Siemen-Beschäftigten die Menge der von Abbau oder Verlagerung bedrohten Arbeitsplätze symbolisch sichtbar. Das Unternehmen beharrt unverändert darauf, diese Maßnahmen im Zuge der Restrukturierung des Bereichs "Process Industries & Drives" (PD) betreffe "nur" 370 Stellen; der Betriebsrat und die zuständige IG Metall Schweinfurt allerdings sind nach tiefergehender Analyse zu dem Schluss gekommen, dass durch mittelbare Effekte insgesamt eher bis zu 900 Stellen auf der Kippe stehen.

Diese Befürchtung wird auch in den Gesprächen zwischen dem Management auf der einen sowie dem Betriebsrat und der IG Metall auf der anderen Seite nicht entkräftet, die derzeit in Bad Neustadt und den anderen Standorten Ruhstorf und Nürnberg laufen. Auch Helmrich sprach im Rahmen seines Besuches mit dem Betriebsrat und äußerte dabei die grundsätzliche Absicht, den Standort Neustadt nicht nur zu erhalten, sondern sogar weiterzuentwickeln - Konkretes konnte er dazu allerdings nicht bieten.

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