11.05.2016
Warnstreiks dauern immer länger

(Pressedienst 32/2016: Heute bereits fast 28.000 in Bayern im Warnstreik) Am Mittwoch beteiligen sich mehr Betriebe als erwartet an den Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie: Mit Stand 14 Uhr lagen Meldungen aus 81 Betrieben mit über 27.900 Warnstreikenden vor. Aus den Spätschichten in 17 Betrieben werden noch Meldungen erwartet.

Die Schwerpunkte der heutigen Warnstreiks lagen in Schweinfurt, München, Regensburg und Westmittelfranken. In vier Demonstrationszügen sammelten sich über 5.650 Warnstreikende aus 18 Betrieben der Region Schweinfurt zur Kundgebung auf der Hahnenhügel-Brücke. In München versammelten sich vor dem Werk der BMW AG in der Dostlerstraße über 5.500 Warnstreikende aus 17 Betrieben. Ebenfalls vor der BMW Haupteingang in Regensburg kamen 3.500 Warnstreikende aus 11 Betrieben zusammen. In Westmittelfranken nahmen 2.800 Warnstreikende aus 20 Betrieben an Warnstreiks teil (u.a. Bosch in Ansbach und Electrolux in Rothenburg).

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern nahm an der Kundgebung in Schweinfurt teil. „Ich beobachte, dass die Menschen immer wütender über das mickrige Angebot der Arbeitgeber werden, sagte Wechsler am Rande der Kundgebung in Schweinfurt, das führt dazu, dass die Warnstreiks immer länger dauern.“ Der Aufforderung am Schluss der Kundgebung in Schweinfurt, nicht mehr in den Betrieb zurück zugehen, befolgten nach Angaben der IG Metall unter tosendem Beifall, fast alle Warnstreikenden. Gleiche Reaktionen der Beschäftigten werden aus allen Teilen Bayerns berichtet.

Für Donnerstag, den 12. Mai kündigte die IG Metall Warnstreiks in weiteren 46 Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mit zehntausenden Warnstreik-Teilnehmenden an.

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