08.05.2016
IG Metall Bayern erhöht den Druck in der Tarifrunde

(Pressedienst 29/2016: IG Metall Bayern startet zweite Warnstreikwelle ab Montag) Die IG Metall Bayern erhöht den Druck in der laufenden Tarifbewegung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Bayerns IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler kündigte für die nächsten vier Tage, beginnend ab Montag, Warnstreiks in über 200 Betrieben mit mehreren zehntausenden Teilnehmenden an.

Wechsler: „Die Arbeitgeber haben in dieser Woche die letzte Chance, mit einem vernünftigen Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um einen gerechten und akzeptablen Tarifabschluss zu erzielen.“ Wechsler bestätigte, dass in Nordrhein-Westfalen am Montag ein neuer Verhandlungstermin besteht. Für Bayern ist der nächste Verhandlungstermin am Donnerstag, den 12. Mai vorgesehen. Wechsler: „Bis dahin werden wir den Druck unvermindert hoch halten.“

„Der Forderung der Arbeitgeber nach Beendigung der Warnstreiks werden wir nicht nachkommen“, betonte Wechsler, „im Gegenteil, wir werden sie noch intensivieren.“ Gleichzeitig bereitet sich die IG Metall Bayern auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen nach Pfingsten vor. Jürgen Wechsler kündigte an, „dann wird es auch ganztägige Warnstreiks bis zu 24 Stunden in den Betrieben geben.“

Am Montag ab Mittag wird die Tarifkommission der IG Metall Bayern in Ingolstadt über den Stand der Verhandlungen beraten und weitere Vorbereitungen und Absprachen treffen.

Am Montag, den 9. Mai 2016, ruft die IG Metall Bayern weitere 14 Betriebe der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mit weit über tausend Beschäftigten zu Warnstreiks auf. Am Dienstag werden ca. 75 Betriebe, am Mittwoch ca. 85 Betriebe und am Donnerstag ca. 45 Betrieben in Bayern zum Warnstreik aufgerufen.

In der ersten Warnstreikwelle vom 29.04. bis 04.05.2016 beteiligten sich über 85.500 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie an den Warnstreiks der IG Metall.

Die IG Metall fordert in der diesjährigen Tarifrunde 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die Forderung begründet sich aus der Produktivitätsentwicklung, der zu erwartenden Inflation und einer Umverteilungskomponente. In der Branche in Bayern arbeiten derzeit rund 810.000 Beschäftigte. In den tarifgebundenen Betrieben mit VBM-Mitgliedschaft arbeiten ca. 460.000 Beschäftigte.

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