28.04.2016
IG Metall Bayern erhöht nach 3. Tarifverhandlung Druck

(Pressedienst 22/2016: Keine Annäherung in 3. Verhandlung - Warnstreiks ab Donnerstag Nacht) Die IG Metall Bayern ruft am Freitag, den 29. April 2016, in den ersten rund 40 Betrieben der bayerischen Metall und Elektroindustrie zu Warnstreiks auf. In der heutigen dritten Verhandlung zwischen der IG Metall Bayern und dem Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in Augsburg kam es zu keiner wesentlichen Annäherung.

Die Arbeitgeber boten keine Verbesserung, sondern eine Alternative zu ihrem bisherigen Angebot von 0,9 Prozent mehr Entgelt für zwölf Monate und einer Einmalzahlung von 0,3 Prozent an. Dieser Vorschlag sieht neben der selben Einmalzahlung eine Entgelterhöhung um 2,1 Prozent vor, dies jedoch bei einer auf 24 Monate verdoppelten Laufzeit.

Der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht und verwundert über die „Wundertütentaktik“ der Arbeitgeber: „Seit Ende Februar ist unsere Forderung bekannt und umfassend begründet. Die Arbeitgeber bewegen sich seitdem im Schneckentempo und haben nun nicht etwa ihr historisches Niedrigangebot verbessert, sondern eine ebenfalls inakzeptable Alternative aus der Tasche gezogen.“ Die Geduld der Arbeitnehmer ist angesichts dieses Vorgehens endgültig am Ende, so Wechsler weiter: „Die Arbeitgeber bieten uns mit ihren Vorschlägen die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ab heute Nacht können sie sich bei unseren Warnstreiks ausführlich anschauen, was die Beschäftigten in den Betrieben von derlei Taktiererei halten.“

Wechsler kündigte an, dass von Freitag um null Uhr bis zum Vatertag am 5. Mai in weit über hundert Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mehrere zehntausend Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen werden: „Sie stehen hinter unserer Forderung und werden das mit ihrer Beteiligung an den Warnstreiks zeigen.“ Die Arbeitgeber forderte Wechsler auf, nicht mehr auf Zeit zu spielen und möglichst schnell verbesserte Vorschlägen auf den Verhandlungstisch zu legen.

Mit Ablauf der Friedenspflicht wird es in neun Betrieben zu sogenannten „Null-Uhr-Aktionen“ kommen. Dabei werden die Beschäftigten in den Nachschichten der jeweiligen Betriebe aufgerufen, sich um Mitternacht an Warnstreiks zu beteiligen. Im Verlauf des Freitags wird in weiteren 30 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen.

» drucken


+++ Wir sind umgezogen! +++

Seit 1. Juli 2019 erreichen Sie uns hier:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79, Gebäude 32a
81541 München

 

 

Mehr Wert mit Tarif