29.02.2016
Die Fünf steht

Der Vorstand der IG Metall hat am Montag in Frankfurt die Forderung für die Tarifrunde 2016 der Metall- und Elektroindustrie beschlossen. Für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche will die IG Metall eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von fünf Prozent für zwölf Monate.

Der Vorstand folgt damit der zuvor in den Tarifbezirken beschlossenen Forderungshöhe. "Für die konjunkturelle Schwarzmalerei der Arbeitgeber besteht kein Anlass: Die Ertragssituation ist auf einem ebenso hohen Niveau wie die Beschäftigung. Eine stabile Lohnentwicklung stärkt nachhaltig die Binnennachfrage und damit das Wachstum. Und sie sichert den Beschäftigten einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung", begründete der Erste IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann die Forderung.

Zusätzlicher Schwerpunkt Tarifbindung

Neben der Entgelterhöhung soll die anstehende Tarifrunde genutzt werden, um die Tarifbindung zu stärken. "Beschäftigte in nicht-tarifgebundenen Betrieben haben den gleichen Anspruch auf Tariferhöhungen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie verdienen bei vergleichbarer Tätigkeit im Durchschnitt 24,6 Prozent weniger. Deshalb werden wir in dieser Tarifrunde verstärkt Belegschaften aus Betrieben ohne Tarifbindung einbeziehen", erklärte Hofmann.

Die Entgelttarifverträge laufen am 31. März 2016 aus, die Friedenspflicht endet in der Nacht zum 29. April 2016. Die bundesweit ersten Verhandlungen finden am 9. März in Niedersachsen statt, in Bayern ist die erste Verhandlung für den 16. März in Nürnberg angesetzt.

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