27.11.2015
IG Metall-Senioren beeindruckt vom Allgäu

Ihr Jahrestreffen führte die bayerischen Metaller_innen im besten Rentenalter 55 plus dieses Jahr ins Allgäu. Beeindruckt waren sie nicht (nur) von der Landschaft, sondern vor allem von der dort angetroffenen Sozialpartnerschaft und Technologie.

HighTech vor Traumkulisse in Pfronten.

Das Treffen war untergliedert in eine Sitzung im Tagungszentrum St.Raphael zu Kempten, eine anschließende Führung durch die älteste Stadt Deutschlands auf Kluftingers Spuren und einen Betriebsbesuch beim High Tech-Maschinenbauer DMG Mori am darauffolgenden Tag. Alle drei Teile stießen auf hohes Interesse der Kolleginnen und Kollegen, die schon einige Jahre aus ihren jeweiligen Unternehmen quer durch Bayern ausgeschieden sind.

In Vertretung von Oberbürgermeister Thomas Kiechle nahm die 2. Bürgermeisterin Sibylle Knott in ihrem Grußwort Bezug auf die starke Partnerschaft von Stadt und Gewerkschaftsbewegung, die sich bei den Anstrengungen um qualifizierte Arbeitsplätze und Verbesserungen der Verkehrssituation sowie den sozialen Frieden in der Kommune äußert. Auch der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert hatte sich Zeit genommen und spielte in seinem Beitrag auf die sozialpolitischen Erfolge mit Mindestlohn und Rente mit 63 an, die gemeinsam von SPD und DGB errungen wurden.

Wengert unterstrich unter anderem die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs im Allgäu. Carlos Gil, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Allgäu, knüpfte daran an, indem er die Senioren in "Deutschlands schönster Urlaubsregion" herzlich willkommen hieß. Gil verwies aber auch auf die Bedeutung als Standort vieler Technologieführer und Weltunternehmen der Metall- und Elektroindustrie, darunter Bosch, Fendt, DMG und viele blühende Mittelstandsunternehmen. Besonders stolz ist die IG Metall vor Ort auf die wachsende Mitgliedschaft samt bester Zukunftsprognosen.

IG Metall-Bezirkssekretär Bernhard Roos dankte im Namen der Konferenzteilnehmer den Grußwortrednern und führte in die Tagesordnung ein, die Themen wie Sicherung des Rentenniveaus, fairen Welthandel, Kampf gegen Rechtsradikalismus und die notwendigen Maßnahmen für eine gelingende Integration der Flüchtlinge behandelte. Weiterhin berichtete Vorstandsekretär Thomas Krischer vom Gewerkschaftstag der IG Metall.

Der Stadtrundgang unter kundiger Führung eines ausgewiesenen Kenners bot eine sehr reizvolle Kombination aus historischen Lehrstunden der ehemals in einen bürgerlichen und klerikalen Teil getrennten Stadt und Originalschauplätzen des Kult-Kommissars Kluftinger. Angemessen abgerundet wurde die Führung durch das kulinarische Angebot des Brauereigasthofs "Zum Stift" im Zentrum Kemptens.

Einen Höhepunkt bildete der Firmenbesuch bei Deckel-Maho-Gildemeister, kurz DMG Mori. Drei Betriebsräte unter Führung des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden und Vertrauenskörperleiters Thomas Reiter stillten den Wissensdurst der älteren Kollegen. Nach einer Präsentation des weltweit agierenden Unternehmens bot ein Rundgang Einblick in die Welt der Werkzeugmaschinen in Zeiten von Industrie 4.0 einschließlich ästhetischer Quantensprünge. Stolz berichteten die Interessenvertreter auch über das solide Lohnniveau dank Tarifbindung, etliche Sozialleistungen und den hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad als Basis des Erfolgs. Als nächstes nimmt man sich eine Reduzierung der Leiharbeitsquote vor. Das obligatorische Gruppenfoto vor dem Werkstor und der Bilderbuchkulisse der Berge bildete den Abschluss.

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