19.11.2015
SZI: Arbeitgeber lehnen Altersteilzeit ab

Bei der ersten Tarifverhandlung für die Schreib- und Zeichengeräteindustrie (SZI) am 17. November in Nürnberg hat die Arbeitgeberseite auf stur geschaltet. Sie wies die Forderung nach einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit pauschal mit der Begründung zurück, dies sei die falsche Lösung zur Bewältigung des demografischen Wandels.

Ihre eigenen Vorstellungen klangen nicht weniger abenteuerlich als diese schwer belegbare Behauptung: Statt Beschäftigte mit viel Geld gehen zu lassen, solle man demnach lieber Instrumente finden, mit denen sie den Betrieben bis zum 67. Lebensjahr zur Verfügung stehen. Entsprechende Gegenvorschläge für einen Tarifvertrag wollen sie in den kommenden Wochen formulieren.

Forderungen unverändert

Die Forderungen der IG Metall bleiben angesichts dieser Blockade unverändert. In der Altersteilzeit fordert sie eine Rangfolgenregelung unter Berücksichtigung der Anspruchsberechtigung sowie die Möglichkeit von Teilzeit- oder Blockmodell und eine Dauer von bis zu sechs Jahren. Die Aufstockung muss 20 Prozent und einen dynamisierten Festbetrag verbinden, außerdem sollen 100 Prozent der Rentenbeiträge während der gesamten Altersteilzeit lückenlos gezahlt werden.

Zur Bewältigung der demografischen Entwicklung verlangt die IG Metall pro Jahr einen zusätzlichen Urlaubstag ab dem 55. Lebensjahr, adäquate Arbeitsplätze für Leistungsgeminderte und die Möglichkeit des Schichtausstieges mit Entgeltabsicherung. Außerdem sollen die Regelungen zur Entgeltabsicherung bei Leistungsminderung verbessert und die Arbeitszeit alters- und alternsgerecht gestaltet werden.

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