14.09.2015
Europäische CO2-Regulierung von PKW darf Arbeitsplätze der Automobilindustrie nicht gefährden

(Pressedienst 52/2015: Wirtschaftsministerin Aigner trifft Vertreter der IG Metall Bayern zu Gesprächen über die Zukunft der Automobilindustrie) Die Zukunft der Automobilindustrie in Bayern stand im Mittelpunkt von Gesprächen, die Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am 11. September mit dem Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, sowie den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von BMW und AUDI, Manfred Schoch und Peter Mosch, geführt hat.

Dabei ging es vor allem um die Frage, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie und ihre Arbeitsplätze gesichert werden können.

Alle Seiten waren sich einig, dass eine überzogene CO2-Regulierung von PKW in der EU die Branche gefährdet. „Die Vorstellungen auf EU-Ebene zu den CO2-Grenzwerten für PKW ab 2025 schaden der bayerischen Automobilindustrie", sagt Aigner: „Wenn man den Diesel bei der NOx-Regulierung verteufelt, sind die Beschäftigten in der Automobilindustrie die Leidtragenden.“

IG Metall-Bezirksleiter Wechsler betonte: „Wir halten die Grenzwerte für CO2-Emissionen mit Blick auf Ökologie und Nachhaltigkeit grundsätzlich für richtig. Aber wir müssen darüber reden, was technisch machbar und beschäftigungspolitisch möglich ist. Es ist nicht realistisch, die weitere Senkung des geplanten Grenzwertes von 95 Gramm CO2 über 2020 hinaus einfach im selben Tempo linear fortzuschreiben. Die Auswirkungen des Strukturwandels - hin zu elektrischen Antrieben - auf die Beschäftigung müssen schon im Vorfeld analysiert werden.“

Im Interesse der bayerischen Automobilindustrie wollen die bayerische Wirtschaftsministerin und die IG Metall auch in Zukunft gemeinsam gegen eine überzogene CO2-Regulierung auf EU-Ebene vorgehen.

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