18.02.2015
Am Freitag und Montag massive Warnstreiks

(Pressedienst 33/2015: 4. Tarifverhandlung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am 24.02.2015) Die Verhandlungskommission der IG Metall für die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat in ihrer heutigen Sitzung in Ingolstadt den bisherigen Stand der Tarifverhandlungen und Expertengespräche entgegen genommen und bewertet.

„Unsere einhellige Auffassung ist, dass sich die Arbeitgeber in allen drei Themen bewegen müssen“, lautet das Fazit der Diskussion durch Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Wechsler gab bekannt, dass die nächste (vierte) Verhandlung mit dem Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am Dienstag, den 24. Februar 2015, spätnachmittags in München stattfinden wird.

Nach Einschätzung der Verhandlungskommission muss am 23. Februar 2015 der entscheidende Durchbruch bei den Verhandlungen in Baden-Württemberg erzielt werden. Deshalb wurde beschlossen, den Druck auf die Arbeitgeber mit massiven Warnstreiks in den Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie am Freitag und Montag nochmals zu erhöhen. Wechsler: „Den Arbeitgebern muss klar werden, dass dies das letzte Zeitfenster auf dem Weg zu einer Lösung darstellt. Ein Tarifergebnis ohne den Einstieg in eine Bildungsteilzeit, eine verbesserte Fortführung der Altersteilzeit und mehr Geld wird es mit der IG Metall nicht geben können.“

Parallel dazu hat die Verhandlungskommission beschlossen, die betrieblichen Funktionäre aufzufordern, gewissenhaft die Vorbereitungen zur Urabstimmung und weiteren Arbeitskampfmaßnahmen in die Wege zu leiten. „Die Zeit tickt, bis Ende Februar muss der Durchbruch gelingen“, bekräftigte Wechsler.

Vor der vierten Verhandlung am Dienstag, den 24.02.2015, in München wird die bayerische IG Metall die große Tarifkommission einberufen, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Die IG Metall fordert um 5,5 % mehr Geld, eine verbesserte Altersteilzeitregelung, sowie eine neue tarifliche Bildungsteilzeit für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bisher 2,2 % mehr Geld mit zwei „Null“-Monaten und eine Halbierung des Altersteilzeitanspruchs angeboten. Eine tarifliche Bildungsteilzeitregelung lehnen sie ab.

Für Donnerstag, den 19. Februar 2015, ruft die IG Metall in 26 Betrieben der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zu nachfolgenden Warnstreiks auf:

Mittelfranken: Robert BOSCH GmbH in Ansbach; ELECTROLUX in Rothenburg; GETRAG in Bad Windsheim, KENNAMETAL-WIDIA in Lichtenau; BOSCH Siemens Hausgeräte und ATOS IT und SIEMENS AG und WEILER und NBHX und PROTOFORM in Fürth; ELRING in Langenzenn; Richard BERGNER und LEONI KABEL und NIEHOFF in Schwabach; SCHAEFFLER Technologies GmbH und BOSCH Industriekessel und PRESSMETALL GmbH und GUTMANN  AG und GUTMANN Aluminium Draht und KRAUSS MAFFEI Technologies und LEONI Draht in Gunzenhausen;

Unterfranken: LINDE Material und LINDE Hydraulics Werk I  und LINDE Hydraulics Werk II (jeweils Nachtschicht) in Aschaffenburg; DÜKER GmbH in Karlstadt

Oberpfalz: MAHLE BEHR GmbH in Neustadt.

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