13.02.2015
Über 100.000 Beschäftigte in der 1. Warnstreikwelle

(Pressedienst 32/2015: IG Metall Bayern zieht Bilanz und bereitet sich weiter vor) „Weit über unsere Erwartungen!“, lautet das Fazit von Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, zum Abschluss der ersten Warnstreikwelle am Freitag in München. Seit 29. Januar haben sich mit dem zwölften Tag über 100.000 Beschäftigte aus über 250 Betrieben an den Warnstreiks der IG Metall und Demonstrationen vor den Verhandlungen in Bayern beteiligt.

„Das sind 20.000 mehr als wir erwartet haben.“ Wechsler wertet dies als ein Stimmungsbarometer der Belegschaften zu dem bisher mickrigen Angebot der Arbeitgeber.

Die IG Metall fordert um 5,5 % mehr Geld, eine verbesserte Altersteilzeitregelung, sowie eine neue tarifliche Bildungsteilzeit für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben bisher 2,2 % mehr Geld mit zwei „Null“-Monaten und eine Halbierung des Altersteilzeitanspruchs angeboten. Eine tarifliche Altersteilzeit-Regelung lehnen sie ab.

Bis Aschermittwoch tagen nunmehr die Expertengruppen von IG Metall und dem Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) um mögliche Korridore für Lösungsansätze insbesondere bei der Bildungsteilzeit zu eruieren. Im weiteren Vorgehen, ist nach schmunzelnden Worten Wechslers, „am Aschermittwoch noch nicht alles vorbei. Wir werden am Mittwoch mit unserer Verhandlungskommission und den Bevollmächtigten der IG Metall Verwaltungsstellen mögliche Szenarien, ob Lösung oder Konflikt, gemeinsam beraten und entsprechende Absprachen treffen.“

„Ab Donnerstag, den 19.02.2015, werden wir auf jeden Fall eine zweite Warnstreikwelle starten“, kündigte Wechsler an. An die Adresse der Arbeitgeber richtete er eine Warnung: „Die Uhr tickt, wir können auch anders.“

 

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