06.02.2015
IG Metall Bayern stellt klare Anforderungen an Siemens

(Pressedienst 20/2015: Stellungnahme zum geplanten Stellenabbau in der Siemens AG) Die Siemens AG hat die Arbeitnehmerseite über ihre Absicht informiert, im Zuge ihrer Neuausrichtung insgesamt weltweit 7.800 Stellen abzubauen, davon in Deutschland 3.300. Aufgrund der Unternehmensstruktur sind von dieser Maßnahme in Deutschland voraussichtlich vorrangig Standorte beziehungsweise Betriebe in Bayern betroffen.

Die IG Metall Bayern stellt sich nicht grundsätzlich gegen die Reduzierung überflüssiger Bürokratie und die Verschlankung unnötig komplizierter Prozesse in der Siemens AG, erklärte Bezirksleiter Jürgen Wechsler in München: „Wir lehnen es aber entschieden ab, dass eine Umstrukturierung wie so oft mit Personalreduzierungen einhergeht. Damit erreicht man vielleicht in einigen Bereichen kurzfristige Einsparungen, aber ganz gewiss keine nachhaltigen Verbesserungen für die Zukunft.“

Die IG Metall Bayern erwartet vor diesem Hintergrund, dass die Betriebsräte und die Beschäftigten als ausgewiesene Experten für die betriebliche Praxis an den Veränderungsprozessen beteiligt werden, so Wechsler weiter: „Wir wollen für die betroffenen Mitarbeitern eine Perspektive im Unternehmen mit neuen Tätigkeiten und Aufgabenbereichen.“ Für Beschäftigte, deren Stellen letztlich auch unter diesen Bedingungen entfallen werden, verlangt die IG Metall Bayern angemessene sozialverträgliche Lösungen.

Die von Siemens geplanten Abbauzahlen liegen unter der Mehrheit dessen, worüber im Vorfeld der Bekanntgabe vor allem in den Medien spekuliert wurde. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die Einflussnahme der IG Metall und des Gesamtbetriebsrates der Siemens AG zurückzuführen. Wechsler betonte: „Wir haben uns mit Erfolg dafür eingesetzt, dass in der künftigen Ausrichtung jeder Siemens-Division auch die Aktivierung von Beschäftigung eine Rolle spielt. Ein verkapptes Sparprogramm machen wir ebenso wenig mit, wie einen Arbeitsplatzabbau nach dem Rasenmäherprinzip.“

Abschließend ging Wechsler auf die geplante Ausgliederung der Siemens-Sparte Healthcare ein und betonte: „Wir haben für die eigenständige Zukunft die Medizintechnik mit wesentlichen Eckpunkten weitgehende Sicherheit für die Beschäftigten erreicht. Dabei lassen wir es aber nicht bewenden, sondern werden alles daransetzen, dass Healthcare auch langfristig ein fester Bestandteil von Siemens bleibt.“

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