19.01.2015
Attraktiv, erfolgreich, gut aufgestellt

In Frankfurt hat der Vorstand der IG Metall am Montag im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz die aktuelle Situation Deutschlands größter Einzelgewerkschaft dargestellt. Das Fazit: Die IG Metall ist für die Herausforderungen des neuen Jahres in jeder Hinsicht bestens gerüstet.

Erneut Mitgliederzuwachs

Detelf Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall, ging unter anderem auf die Mitgliederentwicklung ein, die naturgemäß entscheidende Konsequenzen für Durchsetzungsfähigkeit und Einfluss hat. Zum Jahresende 2014 verzeichnete die IG Metall dabei zum vierten Mal in Folge ein Plus: "Unsere positive Mitgliederentwicklung hat sich weiter stabilisiert. Die IG Metall bleibt attraktiv und erfolgreich", fasste Wetzel zusammen. Austritte und Sterbefälle eingerechnet gibt es 3.400 Mitglieder mehr als im Vorjahr, bundesweit traten insgesamt über 110.000 neu ein. Wie die Gesamtzahl von 2,27 Millionen unterstreicht dieses Ergebnis eines deutlich, so Wetzel: "Dass wir trotz zunehmender Individualisierung der Arbeitsgesellschaft mit einer zeitgemäßen Gewerkschaftsarbeit die unterschiedlichen Bedürfnisse der Beschäftigen treffen."

Lohnpolitik und Wandel der Arbeitswelt

Der Zweite Vorsitzende Jörg Hofmann ging unter anderem auf die laufende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie mit dem Forderungspaket der IG Metall - 5,5 Prozent mehr Entgelt, Verbesserungen bei Altersteilzeit, Einführung von Bildungsteilzeit - ein und betonte: "Die IG Metall wird eine Lohnpolitik fortsetzen, die den Verteilungsspielraum ausschöpft und wie in den Vorjahren zu positiven Beschäftigungsbedingungen beiträgt." Beim rasanten Wandel der Arbeitswelt forderte er die "Mitbestimmung der Betriebsräte als Korrektiv" Beschäftigte vor kurzfristigen Kostensenkungsstrategien zu schützen und die Qualifizierung für neue Anforderungen zu gewährleisten. Die Bildungsteilzeit als Teilforderung der Tarifrunde bildet in diesem Zusammenhang einen wichtigen Aspekt, ein anderen ist die für das Frühjahr geplante betriebspolitische Arbeitszeitkampagne.

Solide Finanzlage

Hauptkassierer Jürgen Kerner skizzierte die finanzielle Situation: "Die seit 2011 positive Mitgliederentwicklung hat die IG Metall politisch wie auch finanziell gestärkt." Die Beitragseinnahmen betrugen 2014 rund 516 Millionen Euro, deren Löwenanteil über das Netz aus Vertrauensleuten und Betriebsräten in den Verwaltungsstellen in die Arbeit mit den Mitgliedern fließt. Die grundsolide Lage bildet außerdem einen wichtigen Aspekt mit Blick auf die anstehende Tarifrunde, so Kerner: "Die IG Metall ist finanziell gut aufgestellt und jederzeit handlungsfähig."


Die IG Metall Bayern präsentiert ihrerseits die Situation im Bezirk Bayern bei ihrer Jahrespressekonferenz am kommenden Montag, 26. Januar.

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