14.01.2015
Erste Tarifverhandlung: Der vbm mauert

Der vbm hat sich in der ersten Tarifverhandlung 2015 bedeckt gehalten: Während vor der Verhandlung trotz miesen Wetters rund 2.500 MetallerInnen aus ganz Bayern für ihre Forderungen - 5,5 Prozent, Alters- und Bildungsteilzeit - eintraten, übten sich die vbm-VertreterInnen vor allem in bedenklichem Kopfschütteln. Ein Gegenangebot blieben sie schuldig.

Eintreffen des Demonstrationszuges.

Klares Ziel: Im Alter nicht im Regen stehen!

Aktions-Highlight in Augsburg

Highlight der ersten Verhandlungsrunde in Augsburg war also wieder einmal die Aktion dazu, deren TeilnehmerInnen zuvor vom Augsburger Willy-Brandt-Platz zum Verhandlungslokal in der Maximilianstraße zogen. Bei der Abschlusskundgebung dort begrüßte sie unter anderem IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler und benannte unter lautstarkem Applaus noch einmal den Inhalt des Forderungspakets: „Erstens: Wir fordern die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungs- vergütungen um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zweitens: Wir fordern einen Neuabschluss des Tarifvertrages zur Qualifizierung, erweitert um Regelungen für eine tarifliche Bildungsteilzeit. Drittens: Wir fordern den Neuabschluss eines verbesserten Tarifvertrages zum flexiblen Übergang in die Rente.“

Vbm: "Realitäten anerkennen"

Diese Forderungen wurden ab 11 Uhr dem vbm vorgelegt und ausführlich begründet. Bei ihm stießen sie allerdings wie zu erwarten auf weniger Gegenliebe, als zuvor bei den MetallerInnen draußen - der vbm wies sie pauschal als „überzogen“ zurück und fordert die IG Metall Bayern auf, "ihre rosa Brille abzusetzen und endlich die Realitäten anzuerkennen".

Jetzt haben die Arbeitgeber zwei Wochen Gelegenheit, sich zu einem eigenen Angebot durchzuringen. Am 28. Januar findet die zweite Verhandlung in München statt, bevor um Mitternacht die Friedenspflicht endet. Spätestens danach wird sich wohl herausstellen, wie die Realität denn nun aussieht - Bayerns MetallerInnen haben in Augsburg gezeigt, dass sie dazu ihren Anteil beitragen werden.


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zum Download:
Schnellinfo-2015_01.pdf
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