05.01.2015
Mehr Einkommen, mehr Beschäftigte

- so fasst ein Bericht der Hans Böckler-Stiftung die aktuelle Prognose des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) für das Jahr 2015 zusammen. Legte das Bruttoinlandsprodukt im ablaufenden Jahr um 1,5 Prozent zu, steht den Forschern zufolge 2015 eine leichte Steigerung zu erwarten.

Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (Grafik: IMK).

Konsum stabilisiert

"2014 war konjunkturell ein Jahr der großen Gefühle. Wir haben fast alles gesehen: Euphorie im Frühjahr, dann eine drastische Eintrübung und im Herbst sogar Rezessionsängste", fasst IMK-Direktor Gustav Horn zusammen. Das ist unter anderem dem Binnenkonsum zu verdanken, der wechselhafte Exporte und Investitionen kompensierte. Die Schlussfolgerung für 2015 ist eindeutig und deckt sich entsprechend mit der anderer vieler Experten: "Die private Nachfrage der Konsumenten sollte noch weiter gestärkt werden. Dieser Prozess geht voran, wenn es im kommenden Jahr zu spürbaren Lohnerhöhungen kommt und zusätzlich der allgemeine gesetzliche Mindestlohn eingeführt wird."

Konjunktur belebt sich

Das IMK erwartet im kommenden Jahr ein durchschnittliches Wachstum von 1,6 Prozent in der deutschen Wirtschaft. Das wird voraussichtlich auch zu einer weiter positiven Beschäftigungsentwicklung führen. Diese Arbeitsmarktentwicklung und steigende Löhne werden den Forschern zufolge die Binnennachfrage als tragende Säule der Wirtschaftsentwicklung erhalten. Im Außenhandel erwarten sie steigende Nachfrage nach deutschen Waren aus den USA, den Schwellenländern außer Russland und Europa. Der niedrigere Ölpreis und ein vergleichsweise schwacher Euro stützen diese Entwicklung zusätzlich, was wiederum zu einem Anstieg der zuletzt eher mäßigen Investitionen der deutschen Unternehmen führen dürfte.

5,5 Prozent auf soliden Füßen

Mit Blick auf die kommende Tarifrunde ist die Prognose ein klares Signal, das sich unter anderem mit dem seit November wieder deutlich steigenden ifo-Index und den Erwartungen des VDMA deckt: Allen prophylaktischen Unkenrufen der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie ist die Forderung der IG Metall nach 5,5 Prozent mehr Entgelt keineswegs "realitätsfern", sondern ruht auf einem soliden Fundament.

» drucken


+++ Wir ziehen um! +++

Ab 1. Juli 2019 lautet unsere neue Anschrift:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79
81541 München

 

 

Mehr Wert mit Tarif