17.11.2014
IG Metall-Jugend Bayern treibt Bildung nach vorne

Im Vorfeld der Tarifrunde 2015 hat die IG Metall Jugend Bayern mit einer bezirksweiten Aktionsreihe in jeder bayerischen Verwaltungsstelle eine Aktion unter dem neuen Motto "Wir treiben Bildung nach vorne!" durchgeführt. Das Ziel: die Forderung nach tariflichen Verbesserungen der Weiterbildung flächendeckend zu platzieren und ins Gespräch zu bringen.

Message in a bottle: klare Botschaft für die Tarifrunde 2015.

"Wir treiben Bildung nach vorne!", das bedeutet, wir schicken unser Forderungspapier für die Tarifrunde auf die Reise durch Bayern. Nachdem wir innerhalb der IG Metall in vielen Gremien, Betrieben und Veranstaltungen über unsere Forderung gesprochen haben und UnterstützerInnen gewinnen konnten, ist das der logische nächste Schritt", fasst Eva Wohlfahrt, Vorsitzende des Bezirksjugendausschusses, zusammen. "Die IG Metall Jugend vor Ort hat also Aktionen durchgeführt, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Forderungen in der örtlichen Presse publik zu machen. Das ist uns gelungen!" In einer Flaschenpost wurde das Forderungspapier von Fluß zu Fluß, über kleine Bäche und große Seen durch Bayern geschickt. Jeder Ortsjugendausschuss (OJA) hat sie entdeckt, aus dem Wasser gezogen, kommentiert und dann weiter geschickt.

Wem gehört die Zeit?

Bezirksjugendsekretär Florian Bauer erklärt: "In der Gesellschaft ist das Thema Work-Life-Balance angekommen und als Problem erkannt worden. Nun kommt bei den Kolleginnen und Kollegen in einer Weiterbildung noch ein weiterer Aspekt dazu. Woher sollen wir die Zeit nehmen, die wir zum Lernen, für die Präsenz-Termine oder für Prüfungen brauchen? Bislang leidet das Privatleben so stark darunter, dass viele Beschäftigte im Zeitraum der Weiterbildung kaum die Möglichkeit haben, ihre Freizeit oder gar die Familienplanung damit in Einklang zu bringen. Im Endeffekt leidet dann auch der Job, den man nicht in gewohnter Qualität verrichten kann. Sehr verquer, soll die Weiterbildung doch gerade im Berufsleben einen Fortschritt bringen." In diesem Zusammenhang spielt zwangsläufig nicht nur die Zeit eine Rolle, sondern auch das Geld: "Auch finanziell müssen sich Arbeitgeber stärker als bislang an den Ausgaben im Rahmen der Weiterbildung beteiligen. Auch hier sind die Beschäftigten größtenteils auf sich allein gestellt, außer kleinen Zuschüssen oder Anreizen ist von dem Gros der Arbeitgeber hier nichts zu erwarten. Dabei ist es am Ende doch das Unternehmen, das von gut qualifizierten Fachkräften profitiert."

Gut aufgestellt in die Tarifrunde

Die IG Metall Jugend Bayern hat sich also aufgestellt. Sowohl inhaltlich, als auch mit Aktionen und einer aktiven Gewerkschaftsjugend vor Ort warten sie auf den Beginn der Tarifverhandlungen. Am 14. Januar 2015 ist es soweit, dann wird sich zeigen, wie die Arbeitgeber auf das Forderungspapier reagieren werden. Aus den bisherigen Sondierungsgesprächen kamen eher abweisende Signale. Darauf ist die Jugend vorbereitet, schließt Wohlfahrt: "Sollten die Arbeitgeber in eine Blockadehaltung verfallen, werden wir unsere Forderung noch breiter in die Öffentlichkeit tragen, darauf kann sich die Arbeitgeberseite schon einmal einstellen."

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+++ Wir ziehen um! +++

Ab 1. Juli 2019 lautet unsere neue Anschrift:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79
81541 München

 

 

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