03.11.2014
Gemeinsame Erklärung zum Energiedialog in Bayern

(Pressedienst 21/2014) Zum Auftakt des Energiedialogs am 03. November 2014 erklärten der Hauptgeschäftsführer von bayme vbm - Die Bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber, Herr Bertram Brossardt, und der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Herr Jürgen Wechsler:

Mit dem Ausstieg auf der der Kernernergie fallen in Bayern 5.000 MW Kraftwerksleistung weg. Für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Bayern und seine Menschen ist eine verlässliche, stabile und bezahlbare Stromversorgung unerlässlich.

- Die sichere Versorgung mit elektrischem Strom ist existentiell für die Menschen und Unternehmen in unserem Land.

- Die sichere Verfügbarkeit der Stromversorgung stellt einen entscheidenden Wettbewerbs- und Standortfaktor für die bayerische Industrie dar.

- Die Sicherung der Stromversorgung ist die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.

Beim Umbau der Energiesysteme müssen die Auswirkungen auf die Kosten im Blickpunkt aller Verantwortlichen stehen.

Sowohl für die Menschen als auch für die bayerische Industrie, insbesondere für energieintensive Betriebe, ist der Strompreis ein entscheidender Standortfaktor.

Der Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien – allen voran Wind- und Solarenergie – ist in Bayern im Rahmen der Ausbauziele voranzutreiben. Die Marktbedingungen für Speicher müssen verbessert und Speichertechnologien verstärkt erforscht werden.

Erneuerbare Energien schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze und stärken den Wirtschaftsstandort Bayern.

Über den Stromnetzausbau in Bayern auf allen Spannungsebenen muss jetzt zügig und im breiten gesellschaftlichen Konsens entschieden werden.

Wir drängen darauf, dass als zweite Säule verstärkt an der sparsamen und effizienten Nutzung von Energie gearbeitet wird.

Vor allem im Gebäudesektor liegen gewaltige Einsparpotenziale brach.

Unternehmen, die bereit sind, in grundlastfähige, steuerbare Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen zu investieren, und damit zur Versorgungssicherheit im Land beitragen, dürfen auch künftig keine zusätzlichen finanziellen Hürden in den Weg gestellt werden.

Um die Energiewende erfolgreich zu bewältigen, brauchen wir ein von Bund und Ländern gemeinsam erarbeitetes energiewirtschaftliches Gesamtkonzept, das die notwendigen Maßnahmen zum Umbau der Energiesysteme planvoll beschreibt und konkrete Umsetzungsschritte einleitet.

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